Wermelskirchen: Proteste am Rande des Schäuble-Besuches
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 13.01.2009Wermelskirchen (RPO). Die übliche „heimische Szene“ nutzte am späten Sonntagnachmittag den Besuch von Bundesinnenminister Schäuble zum Protest gegen das BKA-Gesetz. Wie gestern die Polizei auf Nachfrage bestätigte, hatten sich 17 Heranwachsende und junge Erwachsene vor dem Bürgerzentrum zu einer Protestversammlung getroffen. Als sie mehrfach gegen die Fensterscheiben klopften, wurden die Beamten der Polizeiwache aktiv.
Theo Althoff, Leiter der Polizeiwache und in Zivil mit dem Bezirksbeamten Wolfgang Wichterich auf der CDU-Veranstaltung im Bürgerzentrum, berichtete, dass seine Beamten mit dem Verantwortlichen dieser „Spontanversammlung“ gesprochen hätten. Danach gab es keine Störung mehr.
Sie bauten daraufhin auf dem Gehweg der Telegrafenstraße einen Stand auf und verteilten Flugblätter, auf denen sie das BKA-Gesetz anprangerten. „Aber noch bevor der Bundesinnenminister den Saal verließ, waren auch sie verschwunden.“ Lediglich drei Personen standen standen im Einfahrtsbereich der Carl-Leverkus-Straße und gröhlten bei der Abfahrt des Ministers Unverständliches hinterher. Althoff: „In seinem gepanzerten Pkw wird der Innenminister dies aber nicht gehört haben.“ Teilnehmer dieser Protestaktion hatten zuvor versucht, auch Zutritt zum Saal zu bekommen. Der Ordnerdienst der CDU hatte sie aber nicht in den Saal gelassen.
Nicht aufgefallen waren indes zwei 22-jährige Wuppertaler, die zwar „salopp“ und nicht so festlich gekleidet waren wie die üblichen Gäste an diesem Abend, aber kein Aufsehen beim Einlass erregten. Dass war kurz nach der Eröffnung anders. Mit Rufen wie „Das sind Stasi-Methoden“ wollten sie die Veranstaltung stören. Kaum hatten sie dies gerufen, rannten sie saber chon über die Treppe raus – die Polizeibeamten hinterher. Althoff: „Wir haben die Personalien festgestellt und ihnen einen Platzverweis erteilt.“
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