Kommentar: Qualitätssteigerung durch weitere Schwerpunkte
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 17.10.2009Kommentar (RPO). Weshalb fehlte Prof. Buchholz?
Die Schwerpunkte des neuen, zusätzlichen Chirurgie-Chefs liegen nach seinen Angaben in der "Schlüsselloch-Chirurgie", der Schilddrüsen-, und onkologischen Chirurgie, wobei zumeist Bauch- und Darmoperationen gemeint seien, erläutert Dr. Arif Yaksan. Der Ärztliche Direktor und Chef der Inneren Abteilung, Dr. Volker Launhardt, sieht in der Aufteilung der Chirurgie und durch den neuen Chef auch eine Verbesserung und Erweiterung der Gastroenterologischen Möglichkeiten im Hause. Denn dieser Bereich sei bereits so weiterentwickelt worden, dass sich in den vergangenen zwei Jahren dort eine zweistellige Zuwachsrate ergeben habe, betont Krankenhausgeschäftsführer Christian Madsen. Dieser sieht die weitere Spezifizierung der Chirurgie und deren damit mögliche Zusammenarbeit mit anderen Stationen im Haus als einen ganz wichtigen Punkt der Zukunftssicherung und Qualitätssteigerung des örtlichen Krankenhauses.
Die Ausstellung des Wermelskirchener Hauses unterscheide sich nicht von der in Großstadtkrankenhäusern, lobte der neue Chefarzt seinen neuen Arbeitsplatz. Wermelskirchen selbst habe er bisher als "typische geruhsame Kleinstadt" erlebt: "Aber ich werde ja sowieso meistens im Krankenhaus sein", fügt er hinzu. Arzt und insbesondere Chirurg ist der 41-Jährige geworden: "Weil ich mich schon immer gerne mit Menschen beschäftigt habe". – Zunächst habe er aber auch mit dem Gedanken gespielt, Journalist zu werden, weil er in diesem Beruf auch sehr viel mit Menschen zu tun gehabt hätte", verriet Dr. Yaksan. – An der Chirurgie fasziniere ihn auch besonders die Möglichkeit, den Therapieeffekt direkt zu erleben, sagte er,
Besonders froh war gestern übrigens Betriebsratsvorsitzender Friedel Schmidt, dass er bei der Vorstellung mit dabei sein durfte: "Das erste Mal in 20 Jahren, dass der Betriebsrat in solch eine Personalentscheidung eingebunden worden ist", wunderte er sich. Aber Christian Madsen sicherte zu, dass dies künftig immer so bei wichtigen Entscheidungen sein werde.
Hoffentlich war es kein schlechtes Omen und kein negatives Signal für den Dienstantritt des neuen Chirurgie-Chefs Dr. Yaksan, dass sein künftiger Kollege Prof. Buchholz sich nicht blicken ließ! Dieser ist mit Sicherheit ein schwer beschäftigter Mann. Aber alle anderen maßgeblichen Mitarbeiter der Verwaltungs- und Ärzteführungebene hatten es geschafft, den kurzfristig anberaumten Termin, wie Madsen es nannte, wahrzunehmen. Vielleicht stand der Professor am Operationstisch, das wäre ein triftiger Grund gewesen, nicht zu kommen. Hoffentlich hatte er keinen anderen Grund, denn gerade wegen der Teilung der Chirurgie wird es künftig so wichtig, auch dort zusammen- und nicht gegeneinander oder sogar isoliert zu arbeiten. In zwei Wochen soll "der Neue" nun erstmals den Professor treffen können. Es wäre schließlich auch ganz schön prekär, wenn sich die Beiden erst im Operationssaal begegnen und sozusagen die "sterile Klinke in die Hand" gäben.
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