Wermelskirchen: Regierungspräsident bei WiW
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 09.04.2008Wermelskirchen (RPO). Ein dickes Lob gab es für den Stadtmarketing-Verein gestern von Regierungspräsident Hans Peter Lindlar. Der bekam von Heinrich Niehaves aber auch „eine diskrete Akte mit Problemen“ zum Lösen mit auf den Weg.
„Lieber Regierungspräsident, lieber Hans Peter“, begrüßte Heinrich Niehaves gestern den Kölner Regierungspräsidenten ausgesprochen familiär in der Geschäftsstelle des Stadtmarketing-Vereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW). Denn Niehaves und Lindlar kennen sich gut aus langjähriger Zusammenarbeit auf kommunal- und landespolitischer Ebene.
So war es auch kein Problem, dass die erst zehn Monate junge WiW noch kein eigenes Gästebuch hat. Der Regierungspräsident trug sich gerne auch in das private Gästebuch von Heinrich Niehaves ein, zwei Seiten hinter Enkelin Amelie, die dort mit einem bunten Bild „den allerbesten Opa“ würdigt. Familiär und rheinisch-humorvoll ging’s dann auch am ovalen Tisch weiter: „Herr Schnütgen, was machen Sie denn so?“, fragte der Regierungspräsident. Da konterte der WiW-Vorsitzende und Schuhhändler schlagfertig: „There ist no Business like Schuh-Business.“
Er kommt wieder
Ein nächster Besuch von Regierungspräsident Hans Peter Lindlar bei der WiW ist bereits vereinbart. Zuvor war Lindlar im Oktober 2007 zur Verabschiedung von Berufsschulleiter Friedhelm Becker in der Stadt gewesen. Im September 2006 hatte er den zehnten Ausbildungsbasar eröffnet.
Probleme diskret in der Akte
Den ernsteres Teil des Kurzbesuches hatten Heinrich Niehaves und Hans Peter Lindlar aber zuvor hinter verschlossenen Türen unter vier Augen absloviert. „Wir haben natürlich auch Probleme, aber die habe ich dem Regierungspräsidenten in einer diskreten Akte weitergegeben“, sagte Niehaves in seiner Funktion als ehrenamtlicher WiW-Geschäftsführer. So nahm der Regierungspräsident nicht nur die Akte „zwecks baldiger Bearbeitung“ mit nach Hause, sondern auch Anregungen in Sachen Stadtmarketing sowie eine große Schachtel Café-Wild-Pralinen für seine Gattin und eine Flasche WiW-Sekt fürs Wochenende.
„Aber sonntagsnachmittags ruft mich Heinrich Niehaves immer an“, verriet der Regierungspräsident. Lindlar kennt Wermelskirchen und kann Vergleiche ziehen: Ihm war positiv aufgefallen, dass die Durststrecke des Innenstadtausbaus mit all’ ihren Belastungen für Anwohner und Einzelhandel nun bald bewältigt sein wird.
Viel Lob gab’s vom Regierungspräsidenten für die WiW, die aktuell 182 Mitglieder zählt. Es sei beachtlich, dass ein Verein auf so engagierte Weise dazu beitrage, „dass es in Wermelskirchen rund geht“, so Lindlar wörtlich. Die WiW sorge dafür, dass der Bevölkerung etwas geboten werde, verwies er auf das Jahresprogramm und die besonderen Events wie das anstehende Nationalspiel der Fußballerinnen und das Benefizkonzert des Bundeswehr-Musikkorps. Auch seine Heimatstadt Hennef habe zwar einen Stadtmarketing-Verein. Dem werde er die WiW aber mal als „leuchtendes Vorbild“ vor Augen halten, nahm sich Lindlar vor.
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