Wermelskirchen: Rehse bestätigt: SPD wurde umgedreht
zuletzt aktualisiert: 22.08.2009Wermelskirchen (RPO). Wer hat die Wahrheit gesagt über die Einstellung der SPD zur EU-Ausschreibung für den Loches-Platz? Der potentielle Investor Gerhard Uhle, der wie berichtet, eine Zusage der SPD zitierte, ihn als Investor ohne EU-Ausschreibung haben zu wollen? Oder stimmt die Darstellung der CDU, die SPD habe von Anfang an gemeinsam mit ihr und ihrem Bürgermeisterkandidaten die EU-Ausschreibung gewollt?
Wie berichtet schweigt der SPD-Chef zu dieser Frage. WNKUWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse ließ gestern in einem Pressegespräch des Bündnisses die Bombe platzen. Er berichtete von dem gemeinsamen Besuch des Bündnisses und der SPD bei Uhle. Dabei habe SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein ganz deutlich gemacht, er fahre jetzt in guter Stimmung nach Hause und werde der CDU mitteilen, dass mit Uhle der Investor für Wermelskirchen gefunden sei. Eine EU-Ausschreibung sei nicht mehr nötig.
Das sei am 29. Mai vor der Kandidatenpräsentation bei Herbert & Hotchkiss gewesen. Nur deshalb seien dort auch alle drei Kandidaten sehr moderat und kooperativ aufgetreten: "Man war da noch auf einem gemeinsamen Weg, was den Loches-Platz anging", erinnerte Rehse. In der Nacht habe er ein SPD-Vorstandsmitglied getroffen, dass ihm ebenfalls angedeutet habe, dass es jetzt in Sachen Loches-Platz gemeinsam voran gehe. "Aber irgendwann an dem Wochenende hat die CDU dann alles wieder zum Sprengen gebracht", sagte Rehse. Er bedauere die SPD sogar, denn die sei zunächst kooperativ gewesen. "Aber es gab Bombenleger in der CDU jenseits des Eifgenbaches", so Rehse wörtlich.
Ziel der ganzen Aktion sei es gewesen, Eric Weik den Triumph in der Wahlkampfzeit nicht zu gönnen, da dieser Gerhard Uhle bereits als Investor für den Loches-Platz und (!) das Ringkaufhaus gewonnen hatte, sagte Hartmut Zulauf (FDP) für das Bündnis. Dieses forderte forderte CDU, SPD und deren Kandidaten Hans-Dieter Husfeldt aber auch dringend auf, jetzt endlich dafür gerade zu stehen und die Verantwortung zu übernehmen, dass die von ihnen gewollte EU-Ausschreibung gescheitert ist.
Das Bündnis reicht die Hand
Büfo-Fraktionsvorsitzender Friedel Burghoff bot CDU und SPD aber auch ausdrücklich an: "Wenn jetzt von der anderen Seite gesagt würde, wir haben uns verrannt, aber wir fangen noch mal gemeinsam an. Dann würde ihnen vom Bündnis sicherlich auch die Hand reichen.Denn wir (!) sind gesprächsbereit", betonte Burghoff.
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