Wermelskirchen: Rocky-Horror-Kult in der Katt
VON BERND GEISLER - zuletzt aktualisiert: 07.12.2007Wermelskirchen (RPO). „Karneval wird diese Saison um eine Woche verlängert“, sagte Armin Himmelrath und deutete auf seine aktuelle Bekleidung. Und wahrlich, sie sprach Bände. Im tuntigen Ornat der „Rocky Horror Picture Show“ präsentierten sich er und die anderen neun Akteure, um auf DAS Show-Highlight in Wermelskirchen am 8. und 9. Februar 2008 hinzuweisen: Die „Rocky Horror Picture Show“ in der Katt!
Als Idee geboren vor rund einem Jahr zwischen Armin Himmelrath und Birgit Fischer, probt die „Horror-Crew“ seit einem halben Jahr regelmäßig, um die Kult-Story um Transsexuelle aus der Galaxis von Transsylvanien auf die Bühne zu bringen. Dazu gehören: Armin Himmelrath (Frank-N-Furter), Birgit Fischer (Magenta), Alina von Drach (Janet Weiss), Andreas von Drach (Riff Raff), Manuel Lippert (Brad Majors), Eva Lippert (Columbia), Alf Nietza (Eddie), Michael Müller (Rocky) und Uwe Engelbracht (Erzähler).
Ereignis von 1985 wiederholen
Himmelrath und Fischer kennen das Stück aus ihrer Schulzeit. Im März 1985 hatten sie zusammen mit ihren Mitschülern der 12. Klasse die „Rocky Horror Show“ bereits schon einmal im Gymnasium als Resultat einer Projektwoche unter der Leitung des Lehrers Horst Biewald aufgeführt. Mit vollstem Erfolg. Dieses Ereignis wollen sie jetzt wiederholen, allerdings sind aus dem damaligen Ensemble nur noch Armin Himmelrath und Birgit Fischer dabei. „Es ist ein Projekt von Fans für Fans“: Darüber sind sich alle Mitwirkenden einig. Zur live gespielten Musik werden sie nicht nur das Publikum von den Sitzen reißen, sondern sich selbst auch richtig viel Spaß gönnen.
Für den fetzigen Rock ‘n‘ Roll hat Alfred Karnowka eine Band aus neun Musikern zusammengestellt, und Jimmy Karpinski probt mit „mehr als zehn Tänzern“ die Tanzeinlagen. Worum geht‘s in der „Rocky Horror Picture Show“? Janet Weiss und ihr Verlobter Brad Majors, ein eigentlich ganz normales Pärchen, bitten nach einer Autopanne um Hilfe. Dabei geraten sie ausgerechnet nach Frankenstein Place, einem alten Schlossgemäuer, in dem sich Dr. Frank N. Furter und seine Freunde vom Planeten der Transsexuellen aus der Galaxis von Transsylvanien niedergelassen haben.
„Wir orientieren uns an der Handlung des 1975 aufgeführten Films“, weiß Himmelrath, „adaptieren ihn aber nicht völlig. Wir mussten ein paar kleine Kompromisse machen.“ So wurde eine der ersten Szenen, in der Janet und Brad im Auto fahren, bereits als kurze Filmsequenz vorproduziert.
Wie es Janet und Brad ergeht, kann im Februar jeder in der Katt miterleben. „Allerdings“, so Andreas von Drach, „bitteschön in Verkleidung! Und nicht vergessen: Reis und Klopapier mitbringen!“ Der Insider weiß: Damit gerät die Aufführung zum ultimativen Happening für Publikum und Akteure.
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