Wermelskirchen: Rohr geplatzt – Schule geflutet
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Wermelskirchen (RP). Die eiskalten Nächte mit Temperaturen bis zu minus 14 Grad Celsius fordern Tribut: In der Hauptschule ergoss sich das Wasser vom Dachboden bis ins Tiefgeschoss; die Grundschule Ost hatte gestern "kältefrei".
Eine geplatzte Rohrleitung auf dem Dachboden der Städtischen Hauptschule richtete am Wochenende großen Schaden an: Vom Dachboden bis ins Tiefgeschoss ergoss sich das Wasser im Verwaltungs- und Fachraumtrakt. Gestern Morgen war erst einmal aufräumen angesagt.
Der Unterricht musste nicht ausfallen – Klassenräume waren nicht betroffen. Auch die Zeugnisausgabe am Freitag ist nicht gefährdet: Nur die Zeugnisse einer Klasse wurden durchs Wasser im Sekretariat in Mitleidenschaft gezogen. Diese Zeugnisse müssen nun noch einmal neu geschrieben werden.
Als der Hausmeister gestern Morgen den Trakt betrat, war es schon zu spät: Das Sekretariat stand unter Wasser, abgehängte Deckenplatten hatten sich mit Wasser voll gesogen und waren heruntergestürzt. Das gleiche Bild im Physikraum, in der Schulküche wie in der neuen Mensa. Schulleiter Gebhard Lehr: "Wir haben Glück: Die Aktenschränke sind nicht mit Wasser vollgelaufen."
Wetterwarnung
Kälteste Nacht Der Deutsche Wetterdienst in Essen hat für die Nacht von Montag auf Dienstag eine Wetterwarnung herausgegeben. In Wermelskirchen sollte die bisher kälteste Nacht mit minus 17 Grad Celsius erleben.
Gefahr Dabei könnte es auf Nebenstrecken und Brücken zu Reifglätte kommen.
Schnee Leichter Schneefall ist am Dienstag möglich. Dann wird's kurzfristig ein wenig "wärmer".
Die Umluft- und Heizungsanlage befindet sich auf dem Dachboden – alle Rohre sind kälteisoliert. Nur die beiden Entlüftungsrohre nicht. Jetzt, bei den eisigen Temperaturen auf dem wahrscheinlich nicht ausreichend gedämmten Dachboden, hielten sie der "sibirischen" Kälte nicht stand: Sie platzten. Das Wasser ergoss sich durch die Decken und Lüftungsrohre von einem Stockwerk ins nächste. Vermutlich das ganze Wochenende.
Schadensüberblick verschaffen
Über die Höhe des Sachschadens konnte weder Schulleiter Gebhard Lehr noch Amtsleiter Florian Lesske etwas sagen. Die Versicherung sei informiert, hieß es. Besonders großen Schaden könnte das Wasser in der Schulküche angerichtet haben: Dort sind nicht nur die Deckenplatten abgekürzt, das Wasser ist auch in das Holz der Küchenzeilen eingedrungen und hat die Spanplatten aufquellen lassen. "Wir müssen uns jetzt erst mal einen Schadensüberblick verschaffen", meinte Lesske vorsichtig.
Bis ins Tiefgeschoss ergoss sich das Wasser am Wochenende – auch in der neuen Mensa fielen Platten und Lampen von der Decke. Ebenso in Mitleidenschaft gezogen wurde die neue Bestuhlung.
Der Unterricht, verkündete Lehr, werde jedenfalls nicht ausfallen. Er hoffte gestern, dass alles bald wieder seinen gewohnten Gang nehme. Er gewann der Situation auch etwas Positives ab: Da die Telefone im Sekretariat "gewässert" wurden, war es sehr ruhig. "Telefonisch waren wir nicht erreichbar, nur über die jeweilige Durchwahl." Das soll sich aber schnellstens ändern.
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