Wermelskirchen: Schwerpunkte setzen und Partner suchen
zuletzt aktualisiert: 10.12.2009Wermelskirchen (RPO). Die Erfolgsstrategie, die Krankenhausgeschäftsführer Christian Madsen gemeinsam Aufsichtsrat und Gesellschaftern verfolgt, hat zwei sich ergänzende Zielsetzungen: Auf der einen Seite sollen sich die Abteilungen spezialisieren, Schwerpunkte setzen. Auf der anderen Seite sollen sie interdisziplinär als ein großes Team arbeiten, das den Patienten ganzheitlich im Blick behält. Ein guter Schritt auf diesem Wege sei die "Tumor-Konferenz", die seit vorigem Jahr wöchentlich zusammenkomme, berichtet Madsen. Auf diese Weise seienn Innere Abteilung, Chirurgie, Gynäkologie und Radiologie mit zwei niedergelassenen Ärzten der Onkologie und Strahlentherapie in ständigem Kontakt, um den Patienten auch unmittelbar helfen zu können.
Schmerztherapie für Schwerkranke
Als weiteren Baustein der Leistungsverbesserung gerade auch für Tumor- und Krebspatienten sieht Madsen auch das geplante Konzept einer Schmerztherapie. Daran arbeite die Chefärztin der Anästhesie, Dr. Katrin Colinas-Winkler, zur Zeit. Die Chirurgie werde dann ab 1. Januar in die beiden Schwerpunkte Unfallchirurgie/Orthopädie (Abteilung Prof. Buchholz) und allgemeine Chirurgie/Viszeralchirurgie (Abteilung Dr. Yaksan) aufgeteilt, um auch dort die Strategie des Hauses fortzusetzen. Zur Strategie des Krankenhauses gehöre aber auch eine Öffnung nach außen, das starke Einbeziehen von Kooperationspartnern, hebt der Geschäftsführer hervor. Zu diesen Partnern rechnet er auch die niedergelassenen Ärzte, mit denen die Zusammenarbeit ganz hervorragend funktioniere, lobt Madsen. Ein sehr guter Partner sei auch das Evangelische Krankenhaus in Bergisch Gladbach für die Herzkatheteruntersuchungen und die Radiologie (MRT). Zudem habe sich die gemeinsame Bildungsstätte für Pflegeberufe mit dem EVB bewährt. Herzkatheteruntersuchungen werden aber auch in Kooperation mit dem Remscheider Sana-Klinikum ermöglicht. Eine weitere Kooperation gibt es mit der Apotheke im Solinger Krankenhaus, die bei Anforderung auch Arzneimittel nach Wermelskirchen liefert. Da in Solingen im Gegensatz zum Wermelskirchener Krankenhaus auch die Radiologie einen 24-Stunden-Ärztedienst hat, wird in Notfällen die Teleradiologie zwischen den beiden Häusern eingesetzt. Die CT-Bilder des Patienten werden per Internet zum diensthabenden Radiologen nach Solingen gesendet, der dann dort die Diagnose in den Computer eingibt und nach Wermelskirchen zurückmailt.
Dialyse und Neurologie
Als wertvolle Kooperationspartner betrachtet Madsen auch den niedergelassenen Chirurgen, der auch am Krankenhaus operiert, sowie den Neurologen, der dort jetzt auch seine Praxis eröffnet hat. Das große Dialysezentrum mit 15 Betten im Krankenhaus-Neubau biete zudem interdisziplinär die Möglichkeit, die Dialysepatienten, die zumeist auch an Begleitererkrankungen litten, auch auf der Inneren oder mit zu Chirurgie behandeln.
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