Wermelskirchen: Segen für den Weg nach Santiago
zuletzt aktualisiert: 16.04.2007Wermelskirchen (RPO). Es war ein rührender Abschied, den die Gemeinde Ulrike Wilke gestern morgen bereitete. Die Familienmutter machte sich gestern nach dem Gottesdienst in der Stadtkirche auf ihren langen Weg nach Santiago de Compostella. Für ihre Zeit auf dem Pilgerweg zu dem spanischen Ort erhielt sie gestern während des Gottesdienstes den Reisesegen. Ihr Hausbibelkreis aus dem Nordbezirk unter Leitung von Pfarrerin Ruth Wirths verabschiedete Ulrike Wilke.
Die war mit Sohn Stefan und ihrem großen Reiserucksack zum Gottesdienst gekommen. Die Jacobsmuschel um den Hals ließ sie sich von Pfarrerin Wirths segnen. „Wir wünschen dir für deinen Weg, dass du Gottes Wirken spürst“, erklärte die Pfarrerin. Weniger sei es ein inneres konkretes Ziel, das Ulrike Wilke bei ihrem Pilgergang verfolge, als vielmehr eine innere Haltung, der sie nachgehe. Als der Hausbibelkreis im Gottesdienst ein irisches Segenslied sang, stimmte auch die Gemeinde ein. „Schließlich sind wir alle eine Gemeinschaft“, erinnerte Ruth Wirths. Zum Abschied gab es ein Lesezeichen mit persönlichen Segenswünschen. Unsicher schien Ulrike Wilke nicht zu werden, als die große Abschiedsrunde am Kirchenausgang auf die Pilgerin wartete. Gerührt wurde viel umarmtt und viele gute Wünsche geäußert.
Als Sohn Stefan seiner Mutter dann beim Aufziehen des großen Rucksacks half, wurde es ernst. Viele der Gemeindeglieder hatten vor der Kirche auf Ulrike Wilke gewartet, um den Start ihrer langen Reise zu begleiten. Mit Walking-Stöckenspazierte Ulrike Wilke dann aus der Kirche direkt auf ihren langen Pilgerweg. Leise verabschiedete sie sich von den Wartenden, winkte noch und spazierte dann bei strahlendem Sonnenschein Richtung Altenberg auf der ersten Etappe des Jakobsweges davon.
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