Kommentar: Start mit der neuen Notfallambulanz
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 09.01.2010Kommentar (RPO). Teamplayer statt Einzelkämpfer
Am Montag beginnt der Probebetrieb in der neuen Notfallambulanz des Krankenhauses. Im März wird diese dann offiziell eröffnet: Dies kündigte Krankenhausgeschäftsführer Christian Madsen gestern an. Die Dienstorganisation für sein Team in der neuen Ambulanz gehörte denn auch zu den ersten Aufgaben für den neuen Chirurgiechef in seiner Abteilung. Einer breiten Öffentlichkeit soll sich der neue Chirurgiechef bei einer Großveranstaltung im Bürgerzentrum bekannt machen, die bereits mit dem Chef der Inneren Abteilung und Ärztlichen Direktor geplant wird. Dabei soll es um das Thema Magen-und-Darm-Erkrankungen gehen. Im März soll dazu eingeladen werden. Die beiden Chefärzte Yaksan und Launhardt wollen dabei auch demonstrieren, wie zwei Fachabteilungen im Krankenhaus so zusammenarbeiten können, dass dem Patienten möglichst effektiv und für ihn so schonend wie möglich geholfen werden kann.
Die Schwerpunkte der Abteilung von Dr. Yaksan sind die Viszeralchirurgie (der Eingeweide und Weichteile), die Onkologie (bei Krebserkrankungen) und die minimal invasive oder Schlüssellochchirurgie. Mit dieser schonenden Methode können mittlerweile Gallenblasen, Blinddarm, Leistenbrüche, Refluxkrankheiten, entzündliche und tumoröse Dickdarmerkrankungen operiert werden.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Im Bereich der onkologischen Chirurgie werden bösartige Veränderungen des Magen-Darm-Traktes, der Schilddrüse, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit weiteren Abteilungen im Haus therapiert.
Außerdem hat Dr. Yaksan eine proktologische Sprechtsunde eingerichtet für Partienten mit Hämorrhoiden, Tumoren, Erkrankungen des Darmausganges und mit Schließmuskelschwäche.
Im Krankenhaus herrscht Aufbruchstimmung. Viele Hoffnungen verbinden Geschäfts- und Ärztliche Leitung mit dem neuen Chef in der Chirurgie. Dr. Arif Yaksan signalisiert seinen Kooperationswillen, geht unvorbelastet an die Zusammenarbeit mit Prof. Buchholz heran. Denn er hat richtig erkannt, dass es nur in ein Miteinander, kein Gegeneinander der beiden chirurgischer Abteilungen geben darf. Denn auch ein nur duldendes Nebeneinander wäre schon schädlich – fürs Krankenhaus ebenso wie für die Patienten. Mit dem neuen Mann in der Chirurgie scheint auch der Ärztliche Leiter einen "Mitspieler" für sein Team gefunden zu haben, das nicht nur die eigene Station, sondern das gemeinsame Zusammenwirken im Blick hat. Denn die Zeiten, in denen die berühmten "Herrgötter in Weiß" auf ihrem "Olymp" noch uneingeschränkt alleine walten und regieren konnten, darf es in der heutigen Krankenhauslandschaft nicht mehr geben. Nicht Einzelkämpfer, sondern Teamplayer sind die Zukunft der Krankenhäuser und von den Patienten gewünschte Partner.
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