Wermelskirchen: Strategie für die Zukunft des Krankenhauses
zuletzt aktualisiert: 10.10.2009Wermelskirchen (RPO). Die Teilung der Chirurgie in zwei Bereiche sei die Konsequenz eines seit mehr als einem Jahr laufenen Strategieentwicklungsprozesses, betonen Christian Madsen, Dr. Volker Launhardt und Ralf Schmandt. Alle medizinische Fachabteilungen seien in diesen von einer Unternehmensberatung begleiteten Entwicklungsprozess mit eingebunden.
"Es haben in allen Fachabteilungen eintägige Klausuren stattgefunden mit Workshops und umfangreichen Ideensammlungen", berichtet Schmandt. Die Unternehmensberatung habe dabei die notwendige Außensicht, die Moderation und Zusammenführung der Ideen und Vorstellungen übernommen.
Diese Strategieentwicklung trage auch einem veränderten Patientenverhalten Rechnung: "Die Patienten sind mündig geworden und fragen deshalb auch ganz gezielt nach, ob ein Krankenhaus solche Spezialisierungen bieten kann", weiß Schmandt. Das medizinische Spektrum des Hauses werde stetig erweitert, um angesichts der drastische Veränderungen im Gesundheitswesen die Marktposition des Hauses zu erhalten, betont der Ärztliche Direktor. In diesem Zusammenhang sei denn auch die Teilung der Chirurgischen Abteilung zu sehen, heben Madsen und Launhardt hervor.
Die Chirurgie-Station
Große Auswirklungen auf die 85-Betten-Station der Chirurgie wird die Teilung der Abteilung nach Einschätzung von Pflegefienstleiterin Monika Willms nicht haben. Die orthopädisch Operierten und die Unfallchirurgie-Patienten seien auch bisher nach Möglichkeit getrennt von den Viszeralchirurgie-Patienten untergebracht worden.
Die Patienten müssten sich aber keine geteilten Stationsbereiche vorstellen, die isoliert voneinander arbeiteten. "Wichtiger denn je ist das Team, damit das Strategieentwicklungskonzept umgesetzt werden kann", weiß Dr. Launhardt auch aus seiner eigenen, der Inneren Abteilung. Bauliche Veränderungen werde es daher in der Chirurgie nicht geben. Aber die beiden Bereiche sollen unterscheidbar sein. Übrigens verstehen der Ärztliche Direktor und der Geschäftsführer die Umsetzung des Strategieentwicklungsprozesses nicht als Rettungsanker, sondern: Die Zukunft des Krankenhauses werde auf einem stabilen Fundament weiterentwickelt.
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