Wermelskirchen: Stumpf: Dank für guten Job
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 04.09.2009Wermelskirchen (RPO). NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper gab gestern in einem symbolischen Akt nach 18-monatiger Bauzeit die Ortsdurchfahrt Stumpf frei. Gutes Miteinander zwischen Anliegern und den Bauarbeitern.
"Prost Rainer." – "Prost Wolfgang." Abseits der Offiziellen genießen Rainer Siebenhaar und Wolfgang Bödecker das Glas Kölsch und stoßen auf das gute, vergangene Miteinander an. Der Stumpfer Bürger und der Polier der Firma Dohrmann stehen im Hintergrund, während Verkehrsminister Lienenkämper, Landtags- und Kommunalpolitiker beieinander stehen und Smalltalk halten. In Stumpf hatte gerade der symbolische Akt für die Freigabe der Ortsdurchfahrt Stumpf stattgefunden. Und viele Anlieger, die gestern Morgen Zeit hatten, waren vorbei gekommen. Sicher um durchzuatmen, dass die 18 monatige Bauzeit vorüber ist. Aber auch um durch die Anwesenheit Dank zu sagen den Männern, mit denen sie wirklich eng zusammengearbeitet hatten.
Die Fakten
Die 980 Meter lange Ortsdurchfahrt wurde in knapp 18 Monaten fertig gestellt. Die Kosten: Zwei Millionen Euro. Das Land trug den Löwenanteil von 1,73 Mio. Euro, den Rest die Stadt Wermelskirchen. Planungsbeginn war 1998, der Vorentwurf wurde 2002 vorgestellt, der Bauentwurf war 2003 fertig.
Als Ausgleich für den Flächenverbrauch entsiegelten die Straßenbauer eine Parkplatzfläche und legten einen Laubwald an. Außerdem wurden 660 Quadratmeter Strauchhecken und 32 Alleebäume gepflanzt.
NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper war gestern nach Stumpf gekommen, um den Verkehr auf der L 101 offiziell freizugeben. Er erinnerte an die letzte Verkehrszählung: 8300 Fahrzeuge waren dort täglich durch den Ort gerollt. "Gefährlich war es, denn es gab keine getrennten Straßenräume." Eigentlich baue man da heutzutage Ortsumgehungen. Doch das sei hier nicht möglich gewesen.
Fußgänger und Radler nun sicher
Für Radfahrer wie auch Fußgänger ist es jetzt viel sicherer geworden. Das wurde mehrfach an diesem Morgen betont. Er würdigte auch die Arbeit der Bauarbeiter: "Die haben einen guten Job gemacht." Und das habe sicher nicht nur an der guten Zusammenarbeit mit den Anliegern gelegen, die die Zeit auch "versüßt" hätten.
Straßen.NRW-Geschäftsführer Harald-Friedrich Austmeyer wies auf die regionale Bedeutung der Ortsdurchfahrt als Verbindung zwischen dem Raum Wermelskirchen/Hückeswagen und Bergisch Gladbach hin: "Sie gehört nicht nur zur deutschen Alleenstraße und führt zum Altenberger Dom, sie ist auch Ausweichstraße für A1 und B51."
Den Anliegern sei eine Menge zugemutet wurde – zum Beispiel eine zweimonatige Vollsperrung. "Aber wir haben auch gehandelt: Wochenend-Arbeit, Nachtarbeit, mehr Kolonnen. Und die Stumpfer Bürger haben auch mitgeholfen – sie versorgten die Arbeiter mit Kaffee und Kuchen." Dies deute auf ein gutes Miteinander hin.
Bierkrug für die Helfer
Viele hätten sich eingesetzt, alle seien zufrieden, fasste Bürgermeister Eric Weik die Zeit zusammen. Und gemeinsam mit Rainer Siebenhaar dankte er für die gute Kooperation zwischen Bürgern und Anwohnern. Das Kernteam von Straßen:NRW und der Firma Dohrmann bekam Bierkrüge, eingraviert mit "Ortsdurchfahrt Stumpf 2009" Es waren Friedel Lamsfuhs und Udo Münch (Straßen NRW) sowie von der Firma Dohrmann Lutz Richter, Winfried Köster, Mathias Förster, Wolfgang Bödecker, David Oppermann, Tamer Kucukodabasi, Bekir Semoglu und Bernd Heinzmann.
Diese Geste kam bei den Mitarbeitern von Straßen.NRW gut an. "Es ist sehr selten, dass sich die Anlieger so bei uns bedanken."
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