Wermelskirchen: Tipps fürs berufliche Leben
VON JANINA LENZ - zuletzt aktualisiert: 20.03.2007Wermelskirchen (RPO). Gymnasiasten, die in absehbarer Zeit sich für eine berufliche Laufbahn entscheiden müssen, konnten gestern wieder einmal Informationen aus erster Hand erfragen. Ehemalige Schüler standen Rede und Antwort.
Zu einer Berufsberatung für die Jahrgangsstufen elf und zwölf hatten die Ehemaligen des Städtischen Gymnasiums gestern Mittag eingeladen. Und das Interesse war enorm. Bis auf den letzten Platz war der Australienraum besetzt – und die Schüler hatten jede Menge Fragen. „Ich hoffe, einen Einblick in die verschiedenen Berufe zu bekommen“, erklärte Franziska Kelterbaum. Die Schülerin freute sich darauf, viele Eindrücke für ihren späteren Lebensweg nach dem Abitur bekommen zu können.
Die stellvertretende Schulleiterin Elke Bergmeister war froh über die rege Teilnahme der Oberstufenschüler an dieser achten Berufsberatung. „Das hier sind gestandene Leute aus eurem Gymnasium. Vielleicht sitzt ihr auch einmal hier“, so Bergmeister.
Ehemalige Schüler
Zehn Ehemalige des Städtischen Gymnasiums waren gestern zur Berufsberatung zu Gast: Zahnarzt Dr. Gunther Glaser, Jens Siebenhaar von der Firma Obi, Maschinensystemtechniker Thorsten Meister, Studentin Stefanie Söhnchen, Stefan Schmitt von der Stadtsparkasse Wermelskirchen, Maschinenbauinformatiker Robin Krings, Steuerfachangestellter Gerrit Hellge, Lehrer Thorsten Schmalt und der Vorsitzende des Ehemaligenvereins Peter Jürgens.
Wissbegierige Schüler
Eine strukturierte Reihenfolge für die Veranstaltung gab es nicht. „Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass sich durch eure Fragen ein Gespräch entwickelt“, sagte der Vorsitzende des Ehemaligenvereins, Peter Jürgens. Und die wissensdurstigen Jugendlichen stellten Frage auf Frage – jeder vor dem Hintergrund seines eigenen, speziellen Berufswunsches. Dabei war der Beruf des Lehrers eine Zeit lang Mittelpunkt der Diskussion. Viele der anwesenden Schüler wollten wissen, was auf sie in Zukunft zukommt, wenn sie die berufliche Laufbahn eines Lehrers einschlagen würden.
„Die Lernsituation wird sich ändern. Es wird in den nächsten Jahren weniger Frontalunterricht geben. Dafür arbeiten die Schüler häufiger allein, sodass der Lehrer als sogenannter Lernberater fungieren kann“, erläuterte der heutige Lehrer Thorsten Schmalt. Auch das Dualstudium war ein brisantes Themen unter den Jugendlichen. Mit mehr praktischen Erfahrungen werden die Schüler neben dem Studium besser auf den späteren Berufsalltag vorbereitet. „Jedoch muss man abwägen, ob man vielleicht in die wissenschaftliche Richtung gehen möchte und sogar promovieren will. Dann ist ein Hochschulstudium natürlich besser“, so Jens Siebenhaar, Geschäftsführer Bereich Marktsysteme und Organisation der Firma Obi. Generell legten die Ehemaligen den Schülern nahe, sich schon vorzeitig über mögliche Berufe zu informieren. „Macht verschiedene Praktika“, riet Zahnarzt Gunther Glaser den Schülerinnen und Schülern. Dabei sollte hauptsächlich auf die eigenen Wünsche geachtet werden. „Oft wissen die Eltern sehr genau, was ihre Kinder einmal werden sollen“, lachte Robin Krings. Wichtig sei aber, dass man selber entscheide und sich informiere.
Mit vielen neuen Eindrücken verließen die Schüler nach gut eineinhalb Stunden die Veranstaltung. „Ich fand es wirklich sehr informativ, nur leider blieb wenig Zeit für den Einzelnen“, resümierte Lena Thomas.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



