Wermelskirchen: Unfälle, weil Leitlinien fehlen?
zuletzt aktualisiert: 12.04.2008Wermelskirchen (RPO). Auf der Landstraße 409 zwischen Habenichts und Dhünn müsse etwas für die Verkehrssicherheit getan werden, fordert die Kreispolizeibehörde. Grund ist, dass dort eine Unfallhäufung besonders mit Motorradfahrern festgestellt worden ist.
Für die Polizei ist das etwas überraschend, weil die Straße vor einiger Zeit eine neue Fahrbahnoberfläche erhalten hatte. „Die Fahrzeugführer glauben scheinbar, dass sie auf der neuen verbesserten Fahrbahn freie Fahrt haben“, so Manfred Dillenburg von der Kreispolizeibehörde. Er bemängelt allerdings gleichzeitig, dass die Fahrbahnmarkierungen und -randlinien zum Teil abgefahren sind und dadurch den Fahrern die optische Führung fehle.
Wie die Verkehrsunfallauswertung der Direktion Verkehr zeigt, gab es bereits 1985, 1993, 1998 und 2004 Häufungen von Verkehrsunfällen an bestimmten Stellen dieser Strecke. Eine der Hauptunfallursachen war in der Vergangenheit neben der uneinheitlichen Kurvenführung, die unterschiedliche Beschaffenheit Fahrbahnoberfläche aber auch schadhafte Stellen und Mängel am Asphalt. Nach der Fahrbahnerneuerung hatte man gehofft, dass die Unfälle zurückgingen. Das geschah aber nicht.
Im Zeitraum vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 kam es auf dem Teilstück zwischen Dhünn-Neuenhaus und Dhünn zu elf Unfällen, davon acht Alleinunfälle. An allen Unfällen waren Zweiradfahrer beteiligt. Es wurden sechs Personen schwer und drei leicht verletzt. Bei den elf Unfällen entstand ein volkswirtschaftlicher Gesamtschaden in Höhe von circa 650 000 Euro, so die Kreispolizei.
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