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Wermelskirchen: VVV bald Brunnen-Pate

VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010 - 10:52

Wermelskirchen (RPO). Sponsoren sollen die Brunnenanlage auf dem Markt finanzieren. Der VVV-Vorsitzende Manfred Schmitz-Mohr hat zugesagt, Wartung und Pflege zu übernehmen. Bürgermeister ist „extrem irritiert“.

Die von Horst Krüger angestoßene Diskussion zum Brunnen auf dem künftigen Markt hat Schwung bekommen: Der VVV Wermelskirchen hat die grundsätzliche Bereitschaft gegenüber der Stadt erklärt, die Wartung zu übernehmen. VVV-Vorsitzender Manfred Schmitz-Mohr äußerte sich vorsichtig gestern im BM-Gespräch: „Ich habe nach einem Vorstandsbeschluss grünes Licht, das Thema anzupacken. Aber wir müssen erst einmal sehen, wie der Platz gestaltet werden soll.“ Der VVV habe zudem die mündliche Zusage von zwei Sponsoren, die einen Brunnen bezahlen würden: „Aber wir haben da noch nichts Schriftliches fixiert.“

Der Büfo-Ratsherr Krüger hat sich gegen den Bau des Brunnens ausgesprochen - aus finanziellen Gründen. Zudem spricht er sich für eine terrassierte Marktfläche aus - die von Planer vorgestellte schiefe Ebene weise ein zu großes Gefälle aus. Das sei viel zu gefährlich und biete nicht wirklich Aufenthaltsqualität.

Bürgermeister Eric Weik war gestern Morgen „extrem irritiert“ über Krügers Vorstoß: „Christel Reetz hat angeregt, die Finanzierung des Brunnens auf andere Beine zu stellen. Von ihr kam auch der entscheidende Anstoß mit dem VVV. Ich habe mit Manfred Schmitz-Mohr das Thema besprochen. Danach gehe ich jetzt davon aus, dass der VVV die Kosten für den Brunnen übernimmt.“ Er bezeichnete es als „Blödsinn“, was Krüger angestoßen habe. Reetz’ Anstoß bringe damit die finanzielle Entlastung, nicht Krügers Vorschlag. „Der VVV will auch eine Kampagne starten, um die Bürger einzubinden.“ Der Markt werde jedenfalls umgestaltet - mit Brunnen.

Für eine Terrassierung spricht sich die WNKUWG aus. „Terrassen sind von allen Seiten gut erreichbar. Dann ist auch Außengastronomie möglich“, so Henning Rehse. Eine Eiche an diesem Standort lehnt er ab: „Die gehört auf die untere Eich.“ Er spricht sich für „Wasserspiele“ aus, wo auch Kinder im Sommer mal „die Füße reinhalten können“. Sein Fraktionsmitglied Klaus Hake schlägt sogar vor, das „Stuckepöttchen“ aus der Marktpassage auf den Markt zu versetzen.

Klare Position zur Finanzierung beziehen fünf Bürger. Tina Frowein-Braun: „Mit Rücksicht auf den Haushalt sollte vom Brunnen Abstand gehalten werden.“ Ihr ist die Planung auch „zu kalt und zu modern“. Rathaus und Schwanenplatz hätten das Stadtbild schon zerrissen. „Ein großer, Schatten spendender Baum und einige Bänke und etwas Rustikales, das an früher erinnert“ - so stellte sie es sich vor. Auch Margit Geisler lehnt die städtische Finanzierung eines Brunnens ab. „Es ist in diesen Zeiten Luxus. Das gesparte Geld sollte auch nicht anders verwendet werden, sondern wirklich eingespart werden.“

Auch Rüdiger Müller setzt aufs Sparen: „Horst Krüger hat Recht. Wir müssen auch auf die Folgekosten achten.“ In Zeiten knappen Geldes sollte so ein Projekt zurückgestellt werden, meint Arno Linder. Das Geld sei besser angelegt, die Frostschäden in der Stadt zu reparieren. Zudem reiche „ein Monumentalbau am Schwanen“. Margot Schippers hält den Vorschlag von Krüger für vernünftig. „Wir hatten dort in den letzten Jahrzehnten keinen Brunnen, und werden daher auch keinen vermissen.“

Quelle: RP

 
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