Wermelskirchen: Weihnachten in der Wurstbude
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 23.12.2008Wermelskirchen (RPO). Die Wermelskirchen-Auswanderer Anke und Dirk Leithäuser werden die Weihnachtstage in ihrem Imbiss-Paradies am Gardasee durcharbeiten. Es gibt allerdings schon wieder Ärger mit ihrer Lizenz zum Currywurst-Brutzeln.
Wer schon meinte, dass die Wermelskirchen-Auswanderer Anke und Dirk Leithäuser nach neunmonatiger Plage mit ihrer Lizenz für ihren Imbisswagen am Gardasee dieses leidige Thema nun endlich abgehakt hätten, der irrt gewaltig. Denn für Hasi und Didi vom knallroten, gelb-gepunkteten Imbiss-Paradies geht der Kampf um die Lizenz zum Currywurst-Brutzeln jetzt kurz vor Weihnachten in eine neue und überraschende Runde.
Der als sicher geglaubte Platz auf dem Weihnachtsmarkt in Garda war teuer bezahlt. Und mit weihnachtlich abgestimmtem Angebot inklusive Glühwein waren Hasi und Didi erwartungsfroh gestartet. Gehofft hatten sie auf ein durchgängig gutes Geschäft von Mitte November bis Anfang Januar. Wäre da nicht die italienische Bürokratie. „Die ist noch eine ganze Ecke schlimmer als in Deutschland“, hat Dirk Leithäuser festgestellt.
Lizenz nur für die Lombardei
Denn nach langen Kämpfen hatten die Auswanderer zwar eine Lizenz für ihren Imbiss über einen befreundeten italienischen Restaurantbesitzer erwirkt. Doch nun stellte sich plötzlich heraus, dass diese Lizenz nur für die Lombardei gilt und nicht für Venetien. Und Garda mitsamt Weihnachtsmarkt gehört nun mal zu Venetien. „Die Wermelskirchener sollen uns die Daumen drücken, dass wir noch vor Weihnachten eine Sondergenehmigung bekommen“, wünschen sich Dirk und Anke Leithäuser.
Denn ihre Existenz hängt davon ab, über die Festtage ein besonders gutes Imbissgeschäft zu machen und dementsprechend auch an allen Tagen zu arbeiten statt zu feiern. Denn zehn Tage mussten sie in Garda wegen der bürokratischen Probleme schon vom Weihnachtsmarkt fernbleiben. Wenn allerdings alle Stricke reißen, dann geht’s mit dem Imbisswagen auf den Campingplatz in Lazise di Amici. „Gearbeitet wird bei uns Weihnachten diesmal auf jeden Fall“, kündigt Dirk Leithäuser an.
Für die BM haben sich die Wermelskirchen Auswanderer sogar mit Nikolaus-Mützen „festlich“ eingestimmt fürs Foto gekleidet. Nur Hauskatze Tinka trägt darauf ihren „Ganzjahres-Pelz“. Anke Leithäuser scherzt: „Es gab leider keine so kleine Nikolausmütze, die unserer Katze gepasst hätte. Sonst hätten wir Tinka natürlich auch eine aufgesetzt.“
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