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Wermelskirchen: Weik kämpft für Polizei vor Ort

VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 21.10.2010

Wermelskirchen (RPO). Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln will sich Bürgermeister Eric Weik dafür einsetzen, dass die Polizeiwache in der Innenstadt bleibt. Er will dem Landrat mit seinen Schließungsplänen die Stirne bieten.

Das Gewahrsam öffnet Wachleiter Manfred Berger. Die Zellen dürfen laut Bürgermeister nur in Neubauten nicht mehr im Keller sein, in der bestehenden Wache könnten sie dort bleiben, sagt Eric Weik.  Foto: RPO
Das Gewahrsam öffnet Wachleiter Manfred Berger. Die Zellen dürfen laut Bürgermeister nur in Neubauten nicht mehr im Keller sein, in der bestehenden Wache könnten sie dort bleiben, sagt Eric Weik. Foto: RPO

Für den Erhalt der Polizeiwache in der Innenstadt will Bürgermeister Eric Weik kämpfen: "Ich werde das mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln tun," kündigte der Bürgermeister gestern gegenüber der BM an. Schließlich liege keine Genehmigung der Landesregierung für eine Schließung der Polizeiwache vor. Und er werde sich vehement dafür einsetzen, dass es solch eine Genehmigung auch nicht geben werde, betont Weik.

Dem Landrat mit seinen Plänen, die Polizeiwache zu schließen und zu verlagern, werde er die Stirne bieten. Er werde nicht, wie einige Kommunalpolitiker, die auch Kreistagsmitglieder seien, hin und her lavieren, nur um es sich nicht mit dem Landrat zu verderben: "Diese Herren sind in erster Linie Kommunalpolitiker und müssen sich für die Bürger Wermelskirchens einsetzen", fordert Weik, der die Stellungnahmen der Fraktionsvorsitzenden zum Thema Polizeiwache in der BM gelesen hat. Es seien teilweise abenteuerliche Äußerungen, kommentiert er diese und bezieht sich u.a. auf die Befürchtung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Schmitz.

Info

Heute Heißer Draht

Thema Polizeiwache in der Innenstadt? Meinungen der BM-Leser

Ansprechpartnerin BM-Redakteurin Gundhild Tillmanns

Zeit heute, 10 bis 13 Uhr und ab 15 Uhr telefonisch unter 720 111, Fax 720 129 oder per e-mail: gundhild.tillmanns@bergische-morgenpost.de

"Polizei gehört zu den Bürgern"

Der hatte von einem kleineren Übel einer Verlagerung der Polizeiwache nach Burscheid gesprochen. Das größere Übel befürchtet Schmitz darin, dass dem Landrat die Polizeihoheit von Köln abgenommen werden könnte. "Dann müsste ja der Rheinisch-Bergische Kreis aufgelöst werden," folgert Weik. Die Argumentation von Schmitz halte er für aberwitzig.

Ganz klar werde er seinen Standpunkt vertreten: "Die Polizeiwache gehört dahin, wo die Bürger sind!", plädiert Weik. Genauso wie ein Rathaus müsse die Polizeiwache dort stehen, wo der öffentliche Personennahverkehr kursiert "und alte Leute auch mit dem Rollator zu Fuß hinkommen", sagt er. Das Argument einer größeren Wirtschaftlichkeit einer zentralisierten Polizeiwache lässt er nicht gelten: "Es wäre auch billiger für uns, wenn wir mit dem Rathaus auf den Eipringhauser Feldern zentral säßen. Alle Wege wären von der grünen Wiese aus kürzer. Aber bestimmte Dienstleistungen gehören zu den Bürgern. Und das ist die Innenstadt", verdeutlicht Weik.

Er vermisse bei den Überlegungen zur Verlegung der Polizeiwache ganz eindeutig den Dienstleistungsaspekt. Offensichtlich sei die Polizei dabei zu vergessen, dass sie eigentlich der Dienstleister der Bürger zu sein habe, beklagt der Bürgermeister. Und er wehrt sich auch gegen die Darstellung, die Stadtverwaltung habe der Polizei keine Möglichkeit geboten, die Wache zu modernisieren.

Zellen müssen nicht im Keller sein

"Die Polizei selbst hat uns gebeten, keine Renovierungen mehr an der Wache vorzunehmen und die Miete mindern zu können. Wir haben aber immer angeboten, die Wache so zu modernisieren, wie es sich gehört", sagt Weik und fügt hinzu: "Es stimmt auch nicht, dass die Polizeiwache ihre Zellen nicht mehr im Keller haben darf. Das gilt nur für Neubauten, bei Altbauten können sie weiterhin dort bleiben."

Quelle: RP

 
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