Wermelskirchen: Weik nicht verantwortlich für Loches-Platz-Debakel
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 22.08.2009Wermelskirchen (RPO). CDU und SPD behaupten konstant, das Scheitern der von ihnen durchgesetzten EU-Ausschreibung des Loches-Platzes sei von Bürgermeister Eric Weik aus Wahlkampfgründen programmiert worden.
Weik habe die Hürden für die Interessenten zu hoch gesteckt. Er habe das Thema Loches-Platz bewusst in den Wahlkampf gebracht. Kurz: Er habe die Erfolgsaussichten von CDU/SPD und Hans-Dieter Husfeldt sabotiert. Gegen diese Vorwürfe wandte sich Weik gestern in einem Pressegespräch. Dietlinde Ritter, die Leiterin des Bauverwaltungsamtes, unterstützte seine Darstellung und bestätigte, dass Weik keinen Einfluss auf die EU-Ausschreibung genommen habe. Die Stadtverwaltung habe exakt den Ausschreibungstext herausgegeben, den CDU/SPD und Beigeordneter Jürgen Graef gewollt und verantwortet hätten.
Rehse: Bilstein diktierte den Text
Zur Entstehung des Ausschreibungstextes machte WNKUWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse gestern deutlich: SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein habe Jürgen Graef den Ausschreibungstext im Stadtrat wortwörtlich diktiert. Bilsteins Darstellung im Nachhinein, er habe nur marginale Änderungswünsche eingebaut, sei eine Verfälschung der Fakten.
Eine absolute Verfälschung der Fakten wirft auch Bürgermeister Weik dem Fraktionsblock von CDU und SPD vor. Er habe keinen der fünf potentiellen Investoren auffliegen lassen, keinerlei Hürden zu hoch gesteckt, die Ausschreibung nicht beeinflusst. Vielmehr bestätigte Dietlinde Ritter gestern: "Eine Beteiligung des Bürgermeisters an der EU-Ausschreibung hat Herr Graef für nicht notwendig befunden." Denn laut mehrerer Aktenvermerke im Bauaufsichtsamt war der Beigeordnete von Mitarbeitern mehrfach befragt worden, ob er sich für den Ausschreibungstext habe juristisch beraten lassen. Dies habe er bejaht, so die von der Amtsleiterin bestätigten Aktenangaben.
Der Bürgermeister wehrte sich auch gegen die Darstellung, mit dem Loches-Platz Wahlkampf zu betreiben. Dies hätten CDU/SPD und Husfeldt vorgehabt. Nun, da deren EU-Ausschreibung gescheitert sei, würden von dieser Seite die Fakten so verdreht, als ob es am Bürgermeister gelegen habe. Weik: "Wir haben zwar Wahlkampf, aber wir müssen als Stadtverwaltung ein Mindestmaß von Verlässlichkeit und Wahrhaftigkeit erwarten könen."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



