Wermelskirchen: Wenn die Stadt erst fertig ist. . . Viele Babies, gute Finanzen, Sicherheit
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 29.12.2007Wermelskirchen (RPO). „Ich wünsche mir, dass 2008 die Skulpturen endlich aufgestellt werden!“, sagt Heinz Engels. Der Organisator der ersten und zweiten Skulpturtage hat eine ganz klare Konzeption, wo die in diesem Jahr entstandenen Kunstwerke im Stadtbild zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung beitragen können. Außerdem freut sich Heinz Engels auf die Chagall-Ausstellung ab Februar 2008 in Markt 9: „Ich hoffe, dass diese besondere Ausstellung vom Publikum gut angenommen wird“, wünscht sich der Organisator.
Persönlich steht für Heinz Engels nach seiner Krebserkrankung der Wunsch nach einer stabilen Gesundheit im Mittelpunkt. Und: „2008 muss es unbedingt ruhiger zugehen als 2007“, hofft er. Denn die Skulpturtage und die zusätzlichen Ausstellungsarbeiten seien diesmal besonders anstrengend gewesen. Umso mehr freute sich Heinz Engels über eine Anerkennung der Bildhauer von den Skulpturtagen: „Alle haben mir zu Weihnachten geschrieben, die Veranstaltung gelobt und mir gedankt.“
7. Januar ist Conrads Jahrestag
„Unser Ausblick auf 2008 ist ein optimistischer“, betont Henning Conrads, der Sprecher des Einzelhandelsverbandes. Trotz der Baustelle seien die Geschäftsleute 2007 nicht unzufrieden gewesen: „Wenn 2008 die Telegrafenstraße erst mal fertig ist, dann starten wir so richtig durch“, kündigt er an. Am 7. Januar soll es, wenn’s dann nicht zu frostig ist, mit den Bauarbeiten weitergehen. Der 7. Januar ist auch für Henning Conrads persönlich ein ganz besonderes Datum. Am 7. Januar 2007 brach er mit einer lebensgefährlichen Hirnblutung zusammen. „An diesen Jahrestag werde ich wohl noch lange denken“, meint Henning Conrads, der sich und seiner Familie schon alleine deshalb für 2008 eine stabile Gesundheit wünscht.
Auch für Klaus Förster steht der Wunsch nach Gesundheit ganz oben, nachdem er mit einem Herzschrittmacher leben muss: „Ich wünsche mir, dass ich auch 2008 in meinen Ämtern weiter so aktiv bleiben kann“, sagt Klaus Förster, der unter anderem im Seniorenbeirat und im Senioren- und Behinderten-Service (SuBS) „die Fahne hoch hält“. Für die Senioren hat er denn auch einige Wünsche an die Stadtverwaltung: Hilfen beim Ausfüllen von Formularen sollten den Senioren auch weiterhin gewährt; die Missstände, die bei den „Geh-Sprächen“ aufgelistet werden, auch weiterhin abgearbeitet werden. Das habe 2007 schon recht gut geklappt, freut er sich.
Das Senioren-Kino boomt
Klaus Förster wünscht sich aber, dass die Stadtverwaltung mehr als Einheit auftrete, „die Belange nicht in so vielen unterschiedlichen Kanälen verschwinden“. Er hofft, dass die Senioren sich nach der Umgestaltung der Innennstadt dort auch wieder wohlfühlen.
Und er wünscht sich eine Fortsetzung des besonders erfolgreichen Senioren-Kinos, dessen Vorstellungen bis März bereits ausverkauft seien.
„Ich wünsche mir, dass 2008 bei uns das 450. Baby geboren wird“, sagt Dr. Georgi Tzanov, der Chef der Geburtshilfeabteilung des Krankenhauses. Er rechnet fest damit, dass in diesen Tagen noch das 400. Baby geboren wird, und fürs nächste Jahr prognostiziert er dann 50 weitere Geburten im Wermelskirchener Krankenhaus.
Ein neuer Oberarzt
Für seine Abteilung, die Gynäkologie und Geburtshilfe, wünscht sich der Chefarzt für 2008 dringend eine personelle Verbesserung: Die Stelle eines zusätzlichen Oberarztes sei ausgeschrieben und werde wohl in den ersten drei Monaten des neuen Jahres besetzt, hofft Dr. Tzanov. Außerdem hofft er auf die Renovierung seiner Abteilung. Die sei nämlich dringend nötig, ihm aber für das neue Jahr auch zugesichert worden, sobald der Krankenhausanbau fertig sei. Und privat wünscht sich der Chefarzt: „Weniger negativen Stress.“ Aber der sei zurzeit durch den personellen Engpass in seiner Abteilung bedingt, der aber bald mit einem neuen Oberarzt behoben werde.
„Das Gute zu bewahren und auszubauen“, wünscht sich Sparkassendirektor Rainer Jahnke für 2008. Denn für die Stadtsparkasse werde es ein spannendes und schweres Jahr: „Das neue Sparkassengesetz kommt auf uns zu. Und für die Weltwirtschaft wird sogar schon das Jahr der Krisen heraufbeschworen. Wir haben viele Fragen, aber keine Antworten, denn da werden viele Dinge von außen an uns herankommen, wie die US-Krise, die wir aber gar nicht beeinflussen können“, betont Jahnke. Ihm sei es wichtig, die finanzielle Stabilität der Sparkasse als Kreditgeber für die Mittelschicht ebenso aufrechtzuerhalten wie auch das soziale Engagement durch die Bürgerstiftung. Er sichert zu: „Wir sind als Sparkasse für die Menschen da, und das wird auch so bleiben!“
Fünf Kinder – sechs Enkel
Privat freut sich Rainer Jahnke auf einen Segeltörn mit drei Freunden. Und der fünffache Vater wünscht sich: „Dass mit Schule und Ausbildung bei meinen Kindern alles gut weitergeht . . .“
„Ich wünsche mir fürs nächste Jahr, dass wir in Wermelskirchen so wenig große Unfälle und Straftaten haben werden, wie es 2007 der Fall war“, betont Theo Althoff, der Leiter der Polizeiwache, den Sicherheitsaspekt für die Bevölkerung. Auf die gute und bewährte Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort und vor allem auch auf das persönliche Verhältnis zur Bevölkerung hofft er auch fürs nächste Jahr.
Privat blickt Althoff auf ein gutes Jahr zurück, für das er sich in 2008 nur eine gleichwertige Fortsetzung wünschen könne: Drei neue Enkelkinder habe das Jahr beschert und die Zahl auf sechs erhöht, freut sich der Großvater Theo Althoff.
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