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Wermelskirchen: "WiW tut nichts für die Dörfer"

VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 20.03.2010

Wermelskirchen (RPO). Kritik am Stadtmarketingverein kommt jetzt aus den Außenorten. Harry Tiede bemängelt auch im Namen seiner Kollegen, dass sich WiW in Dabringhausen und Dhünn so gut wie gar nicht engagiert

Die Zählscheinaktion und Weihnachtsverlosungen der Geschäftsleute in Dhünn und Dabringhausen waren ein großer Erfolg, den die Dörfer in Eigenregie auf die Beine stellten, weil sich WiW nicht um sie kümmert.  Foto: RPO
Die Zählscheinaktion und Weihnachtsverlosungen der Geschäftsleute in Dhünn und Dabringhausen waren ein großer Erfolg, den die Dörfer in Eigenregie auf die Beine stellten, weil sich WiW nicht um sie kümmert. Foto: RPO

Dabringhausen/Dhünn "Wir ärgern uns in Dabringhausen und Dhünn schon lange darüber, dass WiW für uns überhaupt nichts tut", sagt Harry Tiede aus Dabringhausen. Auch im Namen seiner Kollegen macht der Dorffestorganisator jetzt seinem Ärger über den Stadmarketingverein Luft: "Sogar der Dorffesttermin ist im WiW-Veranstaltungskalender falsch abgedruckt worden", erinnert Tiede.

Die Geschäftsleute in Dabringhausen und Dhünn fragten sich schon lange, weshalb die Stadt Wermelskirchen WiW jährlich mit 20 000 Euro bezuschusse und mit Maximilian Fresen noch einen hauptamtlichen Mitarbeiter bezahle: "Wo taucht der denn auf? Bei uns jedenfalls nicht!", sagt Tiede bitter.

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Zusammenarbeit

Harry Tiede macht auch Vorschläge, worin eine Zusammenarbeit von WiW mit Dhünn und Dabringhausen bestehen könnte und müsste:

In der Förderung eines vielfältigen und attraktiven Handelsangebotes, der Unterstützung der Unternehmen und des Wirtschaftsstandortes, der Förderung von Tourismus und Gastronomie, eines attraktiven Kultur- und Unterhaltungsangebotes, der Interessensbündelung von Gewerbe, Handel, Gastronomie gegenüber der Politik und anderen.

Auch Bürgermeister Eric Weik hat gestern den Beschwerdebrief von Harry Tiede erhalten. Er sagt dazu: "Um die 20 000 Euro für WiW tut es mit nicht Leid, die halte ich nach wie vor für sinnvoll. Aber ich begreife seit langem nicht, weshalb sich WiW tatsächlich nicht um Dhünn und Dabringhausen kümmert", beklagt auch der Bürgermeister.

Weik bestätigt Tiedes Kritik

Einen einzigen Ansatz habe es gegeben, als WiW-Geschäftsführer Heinrich Niehaves das Neujahrskonzert in der Dabringhausener Mehrzweckhalle habe stattfinden lassen wollen. Ansonsten konzentriere sich WiW aber ausschließlich auf Wermelskirchens Innenstadt, obwohl Dhünn und Dabringhausen doch bekanntlich bereits seit 1975 zur Stadt gehörten, hebt Weik hervor.

Besonders unsinnig sei es auch, sich gegenseitig mit Weihnachtsmärkten in der Innenstadt und in der Mehrzweckhalle Dabringhausen Konkurrenz zu machen, gibt Weik zu bedenken. Das meint auch Harry Tiede. Auf der Internetseite von WiW heiße es doch so schön: "Nur gemeinsam sind wir stark", zitiert er. Das müsse dann aber auch bedeuten, dass in Verbindung mit allen gesellschaftlich-relevante Gruppen der Stadt Mittel und Wege gefunden werden müssten, um Wermelskirchen weiter nach vorne zu bringen.

Deshalb seien er und die Kollegen davon überzeugt, dass WiW sich vor allem auch bei den Veranstaltungen in Dhünn und Dabringhausen engagieren müsse. Tiede zählt diese auf: Weihnachtsmarkt Dabringhausen, Dorffest und Stumpfer Volksfest, Karnevalsveranstaltungen, Gemeindeaktivitäten, Events in der Mehrzweckhalle, Vereinsförderung, Fördervereine fürs Freibad und die Jugendarbeit.

Eigene Zählscheinaktion

Gerade auch ihre Zählscheinaktion hätten die Dhünner und Dabringhausener Geschäftsleute in Eigenregie auf die Beine gestellt, eben weil sich WiW nicht um sie gekümmert habe, betont Tiede und erinnert an die erstmalige große Verlosung von Preisen an allen vier Adventssonntagen.

Quelle: RP

 
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