Wermelskirchen: WiW wirbt jetzt Mitglieder
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 17.07.2007Wermelskirchen (RPO). Citymanager Maximilian Fresen betreut jetzt die neue WiW-Geschäftsstelle. Fachtagungen plant die WiW, will sich der Probleme der Markt- und Telegrafenpassage annehmen, muss aber erst einmal Beitragszahler gewinnen.
„Wir bekommen die Industrie mit ins Boot. Obi beteiligt sich mit einer großen Summe“, freut sich Johannes Schnütgen, der Vorsitzende des Vereins „Wermelskirchen Marketing Wir in Wermelskirchen“, kurz WiW. „Wir hoffen zehn und mehr Industriebetriebe als Mitglieder in die WiW zu bekommen“, prognostiziert Geschäftsführer Heinrich Niehaves. Dazu seien weitere 40 Handwerksbetriebe ebenso realistisch wie 120 Einzelhandelsfirmen, fügt Johannes Schnütgen hinzu, der auch Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbandes ist.
Dann habe die WiW immerhin wahrscheinlich bald 170 unpolitische Mitglieder, deren Interesse gebündelt in der Wirtschaftsförderung und im Stadtmarketing liege, verdeutlicht Niehaves auch den möglichen Machtfaktor einer solchen Gruppierung. Doch zunächst müssen die erwünschten Mitglieder erst einmal rekrutiert werden. Denn erst 60 bis 70 der vormaligen WiW-Mitglieder vor der Vereinsgründung haben auch bereits die neuen Mitgliedsformulare zurückgeschickt.
WiW-Mitgliedschaft
Wer Mitglied im Verein „Wermelskirchen Marketing Wir in Wermelskirchen“ (WiW) werden möchte, erhält die Beitrittsformulare jetzt in der neuen WiW-Geschäftsstelle, Telegrafenstraße 5-7, neben dem Haupteingang der Sparkassenhauptstelle. Die Büro-Öffnungszeiten werden vormittags sein und in der nächsten Woche noch genau festgelegt. Während Industriebetriebe zur Zeit noch einen Indivualbeitrag erbingen, sind die Mitgliedsbeiträge für Handwerksbetriebe, Einzelhandelsfirmen und „Normalbürger“ bereits festgelegt: Bei einem Jahresumsatz bis 250 000 Euro werden 200 Euro Jahresbeitrag, bei bis zu 500 000 Euro sind es 280 Euro, bei mehr als 500 000 Euro sind es 360 Euro. Privatpersonen zahlen 50 Euro für die WiW-Mitgliedschaft im Jahr.
Fresen wurde freigestellt
Eine der ersten Aufgaben wird es denn auch für Maximilian Fresen sein, möglichst viele Mitglieder für die WiW zu werben. Der bis dato im Rathaus tätige Citymanager ist jetzt von der Stadtverwaltung zu 100 Prozent für die WiW freigestellt worden, wird aber weiterhin von seinem „alten“ Dienstherren bezahlt. Sein neuer Chef, was die inhaltliche Arbeit anbelangt, ist aber Heinrich Niehaves. Fresen wird die Geschäftsstelle der WiW betreuen, aber auch im Außendienst zu tun haben. Er soll seine bisherigen Aufgaben für den Einzelhandelsverband fortführen und sämtliche Aktivitäten wie „Das Fest“ oder „Wermelskirchen à la carte“ organisieren. Aber sein Aufgabenfeld erweitert sich um noch nicht ganz genau definierte Herausforderungen im Stadtmarketing: Alles sei noch in der Entwicklung, auch die Struktur der WiW, meint Niehaves. Die werde sich dadurch gestalten, wer Mitglied werde und wessen Interessen dann in den Vordergrund rückten. Die Industrie werde ihre ganz eigene Interessenslage in die WiW-Arbeit mit einbringen. Konkret steht für die WiW neben der Berlin-Reise eine Tagung für Bäderfachleute noch in diesem Jahr auf dem Programm. Eine weitere Fachtagung sei für 2008 geplant, dann zum Thema Stadtmarketing, kündigt Heinrich Niehaves an. Mit solchen Veranstaltungen solle Wermelskirchen auch als „Kongress“-Ort bekannt gemacht werden. Ein weiterer Fokus sei für die WiW, Problemlösungen für die Marktpassage und die Telegrafenpassage zu finden.
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