Wermelskirchen: WiW wird jetzt gemeinnützig
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 25.10.2008Wermelskirchen (RPO). Spendenbescheinigungen kann der Stadtmarketing-Verein ab sofort rückwirkend für dieses Jahr ausstellen. Der mehr als 200 Mitglieder starke Verein verpflichtet sich jetzt zu einem Katalog von Aufgaben „zum zukunftsorientierten Wohlergehen der Bürger“.
Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) wollte Heinrich Niehaves zunächst fürs Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung gründen. Doch daraus ist der Verein „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) geworden. Der zählt inzwischen mehr als 200 Mitglieder, war am Donnerstagabend zu erfahren, und werde jetzt auch gemeinnützig, verkündete Niehaves in der Mitgliederversammlung. Mit der Anerkennung des gemeinnützigen Vereins seien seine ursprünglichen Pläne einer GmbH aber nicht vom Tisch, sagte Heinrich Niehaves gestern auf Anfrage der Bergischen Morgenpost.
Kein Widerspruch zur GmbH
WiW gibt Einblick
Die neue Satzung des Stadtmarketingvereins WiW sowie der Geschäftsbericht 2007 sind jetzt einsehbar in der WiW-Geschäftstelle in der Hauptstelle der Stadtsparkasse an der Telegrafenstraße.
Er werde allerdings diesbezüglich vor der Kommunalwahl keinen Vorstoß mehr vornehmen, betonte der ehrenamtliche Geschäftsführer des WiW. „Das hat jetzt keinen Zweck, aber nach der Wahl werden wir es weiterverfolgen, zu einer GmbH zu werden“, kündigte Niehaves an. Einen Widerspruch zwischen einer GmbH, die auf Einnahmenerzielung aus zu sein habe, und einem auf Gemeinnützigkeit angelegten Verein sehe er nicht. „Natürlich muss WiW Einnahmen erzielen, die werden dann aber bis auf wenige Ausnahmen wie Verwaltungskosten generell für gemeinnützige Zwecke verwendet“, sagt Niehaves. Sehr viel Aufwand habe es WiW gekostet, nunmehr vorläufig und ab 2009 die endgültige Gemeinnützigkeit zu erlangen, führte Niehaves aus: „Wir hatten dafür sieben Termine beim Finanzamt und neun beim Steuerberater.“ Es sei aber nun erzielt worden, dass für dieses Jahr bereits rückwirkend alle Spenden bescheinigt werden könnten. So hoffe WiW auch auf weitere Spenden und Mitglieder, unterstrich Niehaves. Für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit musste die Satzung des Vereins dahingehend geändert werden, dass sich WiW verpflichtet, zur Attraktivitätssteigerung Wermelskirchens beizutragen und „sich zukunftsorientiert um das allgemeine Wohlergehen“ der Bürger zu mühen, wie es in der Satzung heißt.
50 Veranstaltungen
Dazu sind die Arbeitsschwerpunkte Kulturförderung, Völkerverständigung, Brauchtumspflege, Heimatpflege, Gesundheit und Sport, bürgerschaftliches Engagement sowie Gleichstellung von Mann und Frau unter dem Aspekt der Gemeinnützigkeit in der Satzung verankert worden. Und das neue WiW-Programm soll ab 2009 mit 50 Veranstaltungen aufwarten, so Niehaves.
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