Wermelskirchen: Zu Besuch bei den Straußen
VON MELINA EICKHORN UND BIRTHE ROSENAU - zuletzt aktualisiert: 28.07.2010Wermelskirchen (RPO). Ehe es losging, erklärte Klaus Stöcker ein paar "Spielregeln" für den Besuch auf der Straußenfarm: Er geht grundsätzlich vorneweg, wer Strauße sehen will, der muss leise sein und wer direkt am Zaun steht, muss Brillen, Ketten und Uhren im Auge behalten. Denn Strauße sind zwar sehr neugierig, aber sie sind auch scheu. 99 Tiere hält Stöcker im Moment in Emminghausen, verteilt auf 7,5 Hektar Land. Das ist noch ausbaufähig, insgesamt gehören Stöckers 12,5 Hektar.
"Das sind ja Igeltiger"
Mit den Teilnehmern der Sommerferienaktion der Bergischen Morgenpost ging es gestern über das ganze Areal: Bei den etwa 15 Jahre alten Zuchttieren angefangen, zu den acht Wochen alten Küken, den zwei Jahre alten Jungtieren und schließlich – zum krönenden Abschluss – zu den ein Wochen alten Straußen. "Die sehen ja aus wie Igeltiger", rief ein Junge verzückt. Der Hals gemustert wie ein Tiger und der Körper sieht eben aus wie Igelstacheln. Ein Mädchen wollte gleich wissen: "Haben die Fell oder Federn?" Weder noch, sagte Stöcker: "Eher Haare."
Dabei gab es keinerlei Berührungsängste der Kinder mit den Straußen. Mit Löwenzahn fütterten sie die Tiere und wurden dabei immer mutiger. Mit dabei waren auch Joshua Luhde (13) und Dana Wenger (11). Beide haben schon einmal Strauße gesehen: Dana im Zoo und Joshua in Amerika. "Es macht viel Spaß, ihnen zuzusehen, aber ich glaube, es wäre nicht mehr so prickelnd, wenn sie beißen würden", sagte Dana. Glaubt man hingegen Klaus Stöcker, dann sind auch die Bisse harmlos. Er ließ sich jedenfalls von den zwei Jahre alten Tieren überall zwicken und zwacken.
Die Straußenfarm
Lage 7,5 Hektar Land im Dabringhausener Ortsteil Emminghausen
Tiere insgesamt 99 im Alter von einer Woche bis 15 Jahren, davon einige eigene Nachzuchten und vier erwachsene Zuchtstrauße
Allgemein Strauße werden 50 bis 70 Jahre alt, können über 60 Stundenkilometer schnell laufen und wiegen etwa 100 Kilogramm.
Bisheriges zur Aktion: www.rp-online.de/wermelskirchen
Sie brachte er auch zum "Tanzen", die Strauße drehten dabei richtige Pirouetten und liefen über die Wiese. Ein weiteres Highlight: Die Tiere durften baden. Stöcker spritzte die sitzenden Strauße mit Wasser ab, was die sichtlich genossen – und die Kinder amüsierte. Dazu gab's reichlich Wissen rund um die großen Tiere. Zum Beispiel, dass die ursprünglich nicht aus Afrika stammen, sondern aus Asien. Und, dass sie zum Verdauen von Gras immer ein bis eineinhalb Kilo Steine im Magen haben.
Joshua fand die Erklärungen von Klaus Stöcker interessant. "Vorher wusste ich viele Dinge über die Tiere nicht", erzählte er. Besonders gefreut hatte sich Teilnehmerin Dana darauf, ein Straußenei zu sehen. Das präsentierte Stöcker natürlich gern. Am Ende der eineinhalbstündigen Führung konnten sie und Joshua sich nicht entscheiden, was ihnen am Besten gefallen hatte. "Mir hat die Aktion viel Spaß gemacht", betonte Joshua. Und das ist ja die Hauptsache.
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