Wermelskirchen: Zwei bergische Italiener bald auf allen Märkten
zuletzt aktualisiert: 29.02.2008 - 11:54Wermelskirchen (RPO). Das Risiko sei kalkulierbar, meinen Anke und Dirk Leithäuser. In der ersten Zeit werden sie im eigenen Wohnwagen leben, bis die Stadtwohnung eingerichtet ist. „Spätestens im Juni muss unser Geschäft laufen“, hofft Anke Leithäuser. Denn dann beginne die Saison. Aber der Imbiss-Wagen werde nicht nur als Saison-Geschäft laufen, betonen die Leithäusers. Nicht nur im Sommer, auch im Herbst und im Winter gebe es in der Region rund um dem Gardasee fast an jedem Tag einen anderen Markt und eine andere Veranstaltung: „Wir werden mit unserem Imbiss-Wagen überall dabei sein“, nehmen sich die unternehmungslustigen „bergischen Italiener“ vor.
Didi und Hasi machen Werbung
Dass sie künftig fast überall hin auch von den Fernsekameras begleitet werden, sehen die Leithäusers gelassen: „Wir haben uns schließlich dafür beworben. Außerdem erhoffen wir uns Werbung für unseren Imbiss und für die Vermietung unseres Wohnwagens, wenn die Leute uns im Fernsehen sehen und beschließen, auch mal an den Gardasee zu reisen“, rechnen sich die Leithäusers aus. So sind die Visitenkarten für „Didi’s und Hasi’s Imbiss-Paradies“ schon gedruckt, die roten Dienst-T-Shirts mit schwarzer Schrift liegen bereit.
Auch werden die Beiden nicht ganz alleine in eine ungewisse Zukunft starten. Onkel und Tante aus Bayern und die Eltern aus Wermelskirchen helfen bei der Wohnungseinrichtung in Ponti Sul Mincio. Tochter Carina hat sich für Juni gleich zu einem sechswöchigen Urlaub bei ihren Eltern angemeldet. Und es wird einen Mitbewohner geben, der dem Paar vor Ort schon zum Freund geworden ist: Der belgische Chefanimateur von „ihrem“ Campingplatz. „Er macht aber sein Zimmer frei, wenn wir Familienbesuch bekommen“, fügt Anke Leithäuser hinzu.
Ohne Arbeit wird ihr Leben auch im schönen, sonnigen Italien nicht ablaufen. Aber sie freuen sich auf das trocken-warme Klima: „Endlich mal raus aus dem bergischen Schmuddelwetter!“, sagen sie. Und natürlich kommen auch die Motorräder und -roller mit in den Umzugstransporter. „Unsere neue Heimat bietet nämlich alles. Da kann man im See schwimmen, auf die Berge klettern, die schöne Landschaft mit dem Motorrad erkunden“, schwärmt Anke Leithäuser.
Und wenn die Italiener und natürlich die Touristen auf den Geschmack von Hasi’s Curry-Wurst gekommen sind, dann bringt sie Didi künftig auch mit dem Motorroller im eigenen Bestell-Service vorbei.
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