Leverkusen (RP) Seit Juli liegt der Stadt ein Gutachten zur Lärmaktionsplanung vor. Auf dessen Basis hat die Stadt nun einen tatsächlichen Lärmaktionsplan erarbeitet. Der besteht aus Teilaktionsplänen – fünf für die Lärmquelle Straßenverkehr, neun für die Lärmquelle Schienenverkehr.
Auch der Straßenverkehr soll leiser werden. Foto: ddp
Leiser könnte es also demnächst für die Anwohner der B 232 in Opladen, der A 3 in Küppersteg und Manfort, der B 8 in Küppersteg der B 1 in Küppersteg und der L 290 in Manfort werden, zudem für Bürger in Opladen, Bürrig, Küppersteg, Manfort, Wiesdorf-Ost, Wiesdorf-West und Quettingen, zu denen der Krach vom Schienenverkehr herüberweht.
Kurzfristig heißt bis fünf Jahre
Im Bürger- und Umweltausschuss wurde der Plan Mitte November durchgewinkt, seit Montag durchläuft das zentimeterdicke Papier die drei Bezirksvertretungen, auch Bürger haben die Möglichkeit, den Plan einzusehen (siehe Info). Je nachdem, wie die Stellungnahmen auch aus den Bezirken (in I und II wurde der Plan bereits beschlossen, heute geht er in Bezirk III) aussehen, wird der Plan überarbeitet, um dann erneut in die Gremien und schließlich in den Rat zu gelangen, der beschließen muss.
Info
Einsicht
Einzusehen ist der Lärmaktionsplan für interessierte Bürger unter anderem zu den allgemeinen Bürozeiten im Fachbereich Umwelt, Quettinger Straße 220 (Ecke Feldstraße). Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8.30 bis 15.30 Uhr und freitags: 8.30 bis 12.30 Uhr.
Doch so zügig wie mancher Anwohner eines "Belastungsgebietes" es sich wünscht, wird der Lärm nicht weniger. Den zeitlichen Rahmen für kurzfristige Maßnahmen setzte die Stadt bei einem bis fünf Jahren an, die mittelfristigen dauern sechs bis 15 Jahre, die langfristigen 16 bis 25 Jahre.
Eine der kurzfristigen Maßnahmen für Bürger, die nicht in den Schlaf finden, weil der Lärm der A3 zu ihnen dringt, könnte laut Stadt eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h inklusive Überwachung auf der A3 im Bereich des Leverkusener Stadtgebietes sein. Langfristig wäre auch ein Flüsterasphalt denkbar. Also frühestens in 16 Jahren?
Neue Lärmschutzwände
Die Stadt merkt im Plan Umsetzung an: "Im Ausbaubereich der A3 sollte der lärmarme Asphalt im Zuge der Verbreiterung auf allen Fahrstreifen aufgebracht werden, dies kann auch mittelfristig erfolgen." Also doch früher. Für Schienenlärmgeplagte sieht der Plan kurzfristig die Optimierung von Lärmschutzwänden vor, neue sollen errichtet werden. Mittelfristig wird das "leise Gleisbett" geprüft.
Quelle: RP