Leverkusen (RP) Zwei Tage nach dem Durchbruch in den Verhandlungen rund um die WestLB-Krise hat der Vorstand der Sparkasse Leverkusen die Einigung "außerordentlich" begrüßt, gleichzeitig aber auch darauf hingewiesen, dass damit noch längst nicht alle möglichen negativen Auswirkungen auf das eigene Geldinstitut vom Tisch sind.
Die WestLB wird unter dem Dach des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) als erste deutsche Bank eine Abwicklungsbank, eine so genannte Bad Bank, gründen. Der Rettungsfonds gibt drei Milliarden Euro, eine Milliarde Euro an Garantien teilen sich die Eigentümer und die Landesbanken.
Und für Risiken aus so genannten unerwarteten Verlusten in der Abwicklungsbank sollen die Sparkassen 25 Jahre sparen dürfen, ohne dass sie Rückstellungen in ihren eigenen Bilanzen bilden müssen.
"Damit können wir die Belastung strecken", erklärte Sparkassen-Vorstandschef Manfred Herpolsheimer gestern. "Eine Gewinnausschüttung an die Stadt dürfte nach heutigen Erkenntnissen somit auch in den nächsten Jahren möglich sein."
Diverse Vorbehalte gibt es aber offenbar immer noch, wie die Sparkasse gestern weiter ausführte – allen voran die noch ausstehende Entscheidung der Verbandsversammlung. Denn die Details der Kompromiss-Vereinbarung seien noch nicht festgelegt und müssten verhandelt werden. Es gibt also für die Stadt noch keinen Grund, Ausschüttungsgelder einzuplanen.
Quelle: RP