(RP) Der Rheindorfer Franz Gilles belegt bei seinem ersten Start nach seiner langen Verletzungspause den zweiten Platz im M-Springen. Bayers neuer Betriebsleiter Rolf Grebe kommt ebenfalls auf Rang zwei in der M-Dressur.
Dressursport kann spannend sein. Wenn die so genannten Hufschlagakrobaten ihre Spuren im Sand des Vierecks markieren, schaut zwar nur eine Handvoll Experten zu, doch die registriert mit Argusaugen jeden Fehler. So zeichnete sich zwar früh ab, dass Michaela Jordan, die Frau des RV-Bayer-Vorsitzenden Christoph Jordan, mit ihren 712 Punkten sehr gute Aussichten auf einen vorderen Platz der M-Prüfung mit zwei Sternen hatte. Dass es aber tatsächlich Rang eins wurde, verdankte sie auch den Patzern der Konkurrenten.
Freude bei den Jordans
Denn es folgten nach Jordans Ritt vor der kurzen Pause noch einige aussichtsreiche Anwärter – wie etwa Rolf Grebe, der neue Betriebsleiter und Ausbilder beim RV Bayer Leverkusen, mit seinem Paradepferd Darius. Der leistete sich allerdings ebenso unübersehbare Patzer wie die beiden Wermelskirchenerinnen Stefanie Preuß (auf Feuertänzer/3. Platz) und Andrea Laschet (White Coffee/4.). Und ganz zum Schluss kam in Jonas Schmitz-Heinen auf Gucci noch einer der ganz großen Favoriten, da er zuvor schon auf Rewano die Ein-Sterne-M gewonnen hatte. Doch seine Vorstellung mit dem sicherlich hochtalentierten Gucci ging total daneben. So freute sich das Ehepaar Jordan ebenso wie Ausbilder Grebe über die 712 Punkte der Siegerin, die offiziell für den RFV Billerbeck, einem Club aus dem Münsterland, genannt hatte. Doppelter Erfolg für Grebe: Neben dem ersten Platz seiner Schülerin kam er mit seinem Zweitpferd Monsum selbst auf Platz zwei.
Rolf Grebe, der vor zwölf Jahren bereits beim Reiterverein angestellt war, hat nach weiteren Ausbildungsstationen nun wieder das Zepter am Kurtekotten übernommen. Sein Fazit für die gelungene Premiere als verantwortlicher Reitlehrer beim ersten Turnier in seiner neuen Funktion: "Es lief rund. Ich freue mich, dass wir auch in den anderen Prüfungen sehr viele Platzierungen erreicht haben." Den Turniersport hält Grebe für sehr wichtig: "Man merkt im Training, dass kurz vor den Prüfungen die Reiter viel konzentrierter arbeiten."
Eine gelungene Premiere feierte ebenfalls Franz Gilles, der Berufsreiter von der RSG Burghof. In seinem ersten Start nach seiner langen Verletzungspause steuerte der Rheindorfer seinen 9-jährigen Cooper fehlerfrei durch den Stechparcours der Klasse M**, so dass es ebenfalls zum zweiten Platz reichte. Er war lediglich 1,3 Sekunden langsamer als der Würselener Wolf-Christian Zimmermann auf Done. Dabei ritt Gilles zunächst auffallend vorsichtig, so wie das seine Ehefrau Nicole ihm geraten hatte. Als die ersten Sprünge leicht überwunden wurden, drückte der erfahrene Reitlehrer mehr aufs Tempo. Doch da hatte er schon zu viel Zeit verloren, um die von Zimmermann vorgelegten 46 Sekunden noch zu unterbieten.
Quelle: RP