Eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) betrachtete den deutschen Arbeitsmarkt langfristig. Sie fand heraus, dass das Risiko der Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung höchst unterschiedlich verteilt ist. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse der Studie kurz vor.
Besonders häufig in der Hochrisikogruppe vertreten sind Ausländer und Personen ohne Abitur oder Berufsausbildung. Allerdings: Auch Abiturienten ohne Ausbildung oder abgeschlossenes Studium sind in der Risikogruppe überproportional vertreten.
Etwa 50 Prozent der gesamten Arbeitslosigkeit konzentriert sich bei Männern auf 5 Prozent und bei Frauen auf 6 Prozent der betrachteten Personen. Dagegen waren rund 63 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren nie arbeitslos.
Bei jüngeren Menschen macht ein immer größerer Teil der Personen Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit. Die gesamte Arbeitslosigkeit verteilt sich tendenziell auf mehrere Schultern.
Bei Männern ist Arbeitslosigkeit ungleichmäßiger verteilt als bei
Frauen. Letztere gehören viel seltener zu der Hochrisikogruppe, also zu den fünf Prozent, die den größten Teil der Arbeitslosigkeit tragen.
Besonders häufig in der Hochrisikogruppe vertreten sind Ausländer und Personen ohne Abitur oder Berufsausbildung. Allerdings: Auch Abiturienten ohne Ausbildung oder abgeschlossenes Studium sind in der Risikogruppe überproportional vertreten.