Sydney (RPO). Die ganze Welt hat über ihn gelacht: David Kiely studierte während seiner Arbeitszeit Erotik-Bilder anstatt Aktienkurse - und gelangte damit unfreiwillig ins Fernsehen. Jetzt kann der australische Banker etwas aufatmen. Seinen Job darf er nämlich behalten. Das teilte die Bank nach einer internen Untersuchung mit.
Das Supermodel Miranda Kerr, deren freizügige Bilder während eines Fernsehinterviews über den Computer geflimmert waren, hatte sich am Donnerstag für den Banker eingesetzt. Der Angestellte der Macquarie Bank hatte nicht bemerkt, dass hinter ihm ein Kollege dem Sender Seven Network ein Live-Interview über Zinssätze gab, während er sich Bilder des Unterwäsche-Models Kerr ansah.
Kiely fand im Internet eine große Fangemeinde. Neben der von dem Londoner Wirtschaftsportal hereisthecity.com gestarteten Petition zur Rettung seines Jobs gibt es auch in dem sozialen Netzwerk Facebook eine Gruppe mit dem Namen "Macquarie - Feuern Sie David Kiely nicht". Dieser gehörten am Samstagmorgen 1344 Mitglieder an.
In einem Interneteintrag wurde das "menschliche Gesicht" des Bankensektors gelobt, denn Kiely habe "getan, was alle an seiner Stelle tun würden - sich mitten im stressigen Alltag etwas Zeit nehmen und harmlose Bilder ansehen". Die Entscheidung der Bank für Kiely wurde dort natürlich begrüßt. "Herzlichen Glückwunsch, Dave, ich hoffe, Du genießt Deinen neuen Ruhm", schrieb der Gründer der Facebook-Gruppe, Hayden Starkey.
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Quelle: AFP/das