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Musikerkennungs-App
Warum Apple Shazam gekauft hat

Musikerkennungs-App: Warum Apple Shazam gekauft hat - -für 400 Millionen Dollar
Shazam auf einem iPhone. FOTO: Christoph Schroeter
Cupertino . Die App Shazam kann auf Knopfdruck erkennen, welcher Song gerade zu hören ist. Der Dienst gehört künftig zu Apple. Der iPhone-Konzern bekommt damit unter anderem einen tiefen Einblick in wertvolle Daten zum Musikgeschmack der Nutzer.

Apple kauft die Musikerkennungs-App Shazam. Der iPhone-Konzern bestätigte die Übernahme, ohne einen Preis zu nennen.

Die App kann über den Zugriff auf die Mikrofone eines Smartphones den Namen des Songs anzeigen, der gerade in der Umgebung gespielt wird. Dafür wird die Aufnahme mit einer Datenbank aus allen möglichen Musiktiteln auf den Shazam-Servern abgeglichen.

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Nach Informationen der "Financial Times" soll der Preis bei 400 Millionen Dollar gelegen haben - und damit deutlich niedriger als in der Spitze bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2015, als der Dienst mit bis zu einer Milliarde Dollar bewertet worden sein soll. Auch die Betreiber der Fotoplattform Snapchat sollen zeitweise an Shazam interessiert gewesen sein.

Will Apple Google-Funktion kopieren?

Apple sprach am Montag von Hunderten Millionen Shazam-Nutzern und verwies auf gemeinsame Pläne für die Zukunft. Bei Apple griff bereits die Assistenzsoftware Siri im Hintergrund auf den Dienst von Shazam zurück, wenn man sie nach dem laufenden Song fragte. Google integrierte eine ähnliche Funktion auf Basis eigener Technologie in seine neuen Pixel-2-Smartphones.

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Die Google-Smartphones erkennen mit der Funktion "Now Playing" Musik in der Umgebung allerdings von allein, der Nutzer muss nicht aktiv eingreifen. Auf dem iPhone muss immer erst Siri bemüht werden, die dann bei Shazam nachfragt. Möglicherweise will Apple diese Funktion in einer künftigen iOS-Version kopieren.

Nutzerdaten zum Musikgeschmack

Shazam, gegründet 1999, finanziert sich unter anderem durch Werbung, die in der App angezeigt wird. Außerdem bekommt der Dienst Geld von den Anbietern, wenn Nutzer nach Erkennung der Songs zu Musikdiensten etwa von Apple oder Spotify gehen.

Apple erhält mit dem Kauf zum einen Zugriff auf Technologie zum schnellen Erkennen von Musikstücken - aber auch einen Einblick in einen Datenschatz zum Musikgeschmack. Zum Beispiel kann man einen zukünftigen Hit früh identifizieren, wenn Menschen ein Lied so mögen, dass sie den Namen wissen wollen.

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Apple ist zweieinhalb Jahre nach dem Einstieg ins Geschäft mit dem Musikstreaming die Nummer zwei im Markt nach dem schwedischen Branchenpionier Spotify. Apple Music kam nach jüngsten Zahlen auf 30 Millionen zahlende Abo-Kunden und Spotify auf 60 Millionen.

(csr/dpa)
 
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