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Big-Data-Experiment
Superrechner "Watson" sagt Ihnen, was Sie kochen sollten

Big-Data-Experiment: Superrechner "Watson" sagt Ihnen, was Sie kochen sollten
Ein Blick auf www.ibmchefwatson.com: So sieht es aus, wenn IBM-Superrechner "Watson" Ihnen Rezepte vorschlägt. FOTO: ibmchefwatson.com
Düsseldorf. Der Superrechner "Watson" von IBM hat einen neuen Job. Er besiegt nicht mehr Menschen in TV-Quiz-Shows, sondern heuert als Rezepte-Berater an. Das ist praktisch für alle, deren Kühlschrank fast leer ist. Von Daniel Fiene

Was machen Sie in der folgenden Situation: Sie stehen vor Ihrem Kühlschrank und der ist eher leer als voll. Sie überlegen sich, was Sie aus den wenigen Zutaten kochen können. Schließlich haben Sie Hunger. Ab sofort unterstützt Sie in dieser Situation der Superrechner "Watson" von IBM. Auf einer Webseite können Sie Ihre Zutaten eingeben und "Watson" schlägt Ihnen die Rezepte vor, die trotz Zutatenmangel Abwechselung in die Küche bringen sollen.

Seine Aufgabe lautet jetzt: Kreativ neue Gerichte schaffen. Ursprünglich ist "Watson" von IBM entwickelt worden, um von Menschen formulierte Fragen zu verstehen und dann passende Antworten zu liefern. Einen viel beachteten Einsatz hatte er, als er an dem TV-Quiz Jeopardy teilnahm. Damals gewann er souverän. Jetzt soll "Watson" sich mit dem neuen Projekt in der Küche kreativ austoben.

Wer "Watson" ausprobieren möchte, geht einfach auf die Webseite www.ibmchefwatson.com. Die Betaphase ist inzwischen vorbei, jetzt kann sich jeder anmelden, wenn ein Konto bei Facebook oder IBM vorhanden ist. Das Ganze ist kostenlos. Im nächsten Schritt kommt der Nutzer in den Bereich, in dem er seine Zutaten eingibt. Schon während er eine Zutat eintippt, füllt Watson die restlichen Zutaten mit weiteren Vorschlägen aus, die ein tolles Gericht ergeben könnten.

Im unteren Bereich der Seite erscheint dann eine Auswahl aus 10.000 Rezepten, die zu den eingegebenen Zutaten passen. "Watson" kann auch Sonderwünsche beim Essen berücksichtigen, zum Beispiel wenn jemand Veganer ist oder Allergien hat.

Wer zum Beispiel die Zutaten Tomate und Mozzarella eingibt, bekommt noch die Zutaten Zwiebeln und Reis vom Superrechner vorgeschlagen. Als Rezept erscheinen dann verschiedene Tomaten-Risotto-Tipps. Beim Klick auf die jeweiligen Rezepte hat "Watson" die nötigen Zutaten und die Schritte der Zubereitung angezeigt. Was gut ist: Nutzer können im Rezept einzelne Zutaten austauschen, falls die nicht zur Hand sind. Nur kochen muss der Nutzer noch selbst. Den Rest übernehmen die Big Data vom IBM-Superrechner "Watson".

(RPO, dafi)
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