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Bilder, Videos und Filter
Die neuen Instagram Stories im Schnellcheck

So funktionieren Instagram Stories
So funktionieren Instagram Stories FOTO: bluecrayola / Shutterstock.com
Düsseldorf. Die neue Story-Funktion beim Foto-Netzwerk Instagram sorgt für Diskussionen. Viele Features sind scheinbar direkt vom Dienst Snapchat übernommen worden. Wir erklären, wie die Stories funktionieren. Von René Bucken

Mit dem neuen Instagram-Feature "Stories" können Nutzer Fotos und kurze Videos für eine Slideshow zusammenstellen. Die Aufnahmen können kreativ bearbeitet werden, zum Beispiel mit einem Stift, um das Bild anzumalen. Dabei lassen sich Art, Breite und Farbe des Stiftes individuell einstellen. Auch beliebig lange Texte und Emojis lassen sich zu den Aufnahmen hinzufügen.

Mit sechs verschiedenen Filtern können Aufnahmen kräftiger oder blasser werden oder einen bestimmten Farbstich bekommen. Zudem verschwinden die Inhalte ebenfalls nach 24 Stunden. Geo- oder Gesichtsfilter wie bei Snapchat hat Instagram allerdings nicht im Angebot. Die Funktion steht als Update für die App seit diesem Mittwoch zur Verfügung.

Hier erklären wir, wie Instagram Stories genau funktionieren.

Dankeschön von Instagram an Snapchat

Instagram-Chef Kevin Systrom hat derweil offen zugegeben, dass die neue "Stories"-Funktion seiner Foto-App vom Konkurrenten Snapchat abgeschaut ist. "Ihnen gebührt all der Verdienst", sagte der 32-Jährige gegenüber dem Branchenportal "Techcrunch" mit Blick auf die Pionierarbeit von Snapchat.

Facebook übernahm Instagram bereits im April 2012 für eine Milliarde Dollar. Kurze Zeit später hatte der Konzern ebenfalls versucht, den besonders bei jungen Leuten beliebten Konkurrenten Snapchat für rund drei Milliarden Dollar zu kaufen. Doch die Snapchat-Macher lehnten das Angebot ab. Facebooks Antwort "Poke", die ebenfalls auf dem Prinzip der selbstlöschenden Bilder basierte, blieb erfolglos.

Instagram hat über 500 Millionen Nutzer

Auch wenn es sonst vielleicht nicht so offen kommuniziert wird, ist es recht geläufig, dass die großen Tech-Unternehmen Innovationen der Konkurrenz übernehmen. So sind die Feed-Funktionen von Facebook oder die Hashtags von Twitter inzwischen auf sämtlichen Social-Media-Kanälen geläufig.

Die Foto-App Instagram ging 2010 an den Start und kommt auf über 500 Millionen Nutzer. Snapchat wurde im Folgejahr gegründet und verbucht 150 Millionen tägliche User. Die App, die mit den selbstlöschenden Bildern populär geworden ist, bietet mit dem Feature "Memories" seit kurzer Zeit auch die Möglichkeit, Fotos zu speichern. Nach Informationen vom Mittwoch prüft das Unternehmen auch eine neue Werbeform, bei die Nutzer etwa Barcodes scannen und so Produktinformationen erfragen können.

Mit Material von dpa.

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