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Konkurrenz zu Periscope, Meerkat & Co.
Facebook startet Livestreaming-Dienst für Promis

Wie Facebook Live Promis das Streamen ins Netz ermöglichen soll
FOTO: Facebook Live
Silicon Valley. Eigene Videos im Netz live zu streamen ist einer der Trends im Jahr 2015. Die App Meerkat und der Dienst Periscope von Twitter haben vorgelegt. Nun hat auch Facebook seinen eigenen Dienst gestartet. Der Name ganz simpel "Live". Der Dienst ist jedoch erstmal nur Promis vorbehalten. Von Leon Hofacker

Facebook "Live" ist Teil der exklusiven App "Moments", mit der Künstler, Sportler und andere Personen des öffentlichen Lebens Inhalte mit ihren Facebook-Fans teilen können. "Live" ist dabei an die Livestreaming-Dienste Meerkat und Periscope angelehnt und ermöglicht es, Videobilder live ins Netz zu übertragen.

Durch "Live", so die Hoffnung von Facebook, könnten Promis ihre Follower noch viel stärker an ihrem Leben und dem was ihnen wichtig ist, teilhaben lassen. Sobald sie eine Videobotschaft starten, taucht diese sofort im Facebook-Newsfeed auf und die Fans können direkt zuschauen.

Diese Promis sind noch solo FOTO: dpa, nic

Lindsey Vonn und Dwayne The Rock Johnson streamen schon

Während des Livestreams können die Promis auch mit ihren Fans kommunizieren, zum Beispiel über einen Chat. Vor allem aber können die Fans den Livestream direkt kommentieren - ähnlich wie bei Meerkat und Periscope.

US-Skirennläuferin Lindesy Vonn hat das schon ausprobiert:

Skiing in New Zealand

Posted by Lindsey Vonn on Mittwoch, 5. August 2015

Auch US-Schauspieler Dwayne The Rock Johnson oder der kanadische Jazz-Musiker Michael Bublé sind bereits dabei, über "Live" Videos direkt zu ihren Fans zu übertragen. Facebook erhoft sich, auch noch mehr Stars für diese neue Art der Selbstvermarktung zu gewinnen.

Es gibt aber auch einen großen Unterschied zu zu Periscope und Meerkat: Die Videos werden dauerhaft gespeichert und können auch später jederzeit wieder abgespielt werden, solange diese nicht von den Promis wieder gelöscht werden.

Facebook "Live" macht Streams im Nachhinein dauerhaft verfügbar

Bei Periscope werden die Livestreams nach 24 Stunden automatisch von der Plattform gelöscht, bei Meerkat werden sie gar nicht gespeichert. Nur über den Umweg, das Video auf dem eigenen Smartphone zwischenzuspeichern, können Nutzer die Livestreams dauerhaft aufbewahren.

Apps wie Periscope und Meerkat erlauben es, dass Nutzer live über das mobile Internet direkt von dem Ort berichten können, an denen sie sich befinden. Das können bestimmte Erlebnisse sein, aber auch Ereignissen wie Sportveranstaltungen oder Demonstrationen. Eine neue Form der Live-Berichterstattung, häufig noch bevor die ersten Journalisten vor Ort sind.

(RPO)
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