Passend zum 30. Geburtstag von Apples "Lisa" zeigen wir hier die Chronologie der Entwicklung von Computern mit grafischer Oberfläche. Wie haben sich die Computer seit damals entwickelt und was hat sich verändert, wodurch wurden sie, was sie heute sind? Die wichtigsten Ereignisse sind hier aufgelistet.
1983 - Apple Lisa
Ausgestattet mit 5 MHz, 1-MB-RAM und für einen Preis für knapp 10.000 Dollar war der Apple Lisa kein Super-Computer für heutige Verhältnisse. Dennoch war er einer der besten PCs der damaligen Zeit und außerdem einer der Vorreiter für alle heutigen Computer. Immerhin war er der erste mit einer grafischen Oberfläche und einer Maus.
1984 – Apple Macintosh
Nach dem Flop vom Apple Lisa veröffentlicht Apple mit dem Macintosh einen erfolgreichen Nachfolger. Allein die Werbekosten für die Superbowl-Werbung betrugen mehrere Hunderttausende US-Dollar. Doch der Aufwand lohnte sich. Nicht nur konnte die Werbung viele Preise abräumen, sondern der Macintosh entwickelte sich zum Kassenschlager.
1985 - Windows
Apple hat vorgelegt und Microsoft muss aufholen. 1985 veröffentlichte das Unternehmen von Bill Gates deswegen Windows. Eine grafische Benutzeroberfläche, die auf allen zukünftigen Computern aus dem Hause Microsoft laufen wird.
1987 – Macintosh II
Bereits drei Jahre nach dem Macintosh bringt Apple den Nachfolger auf den Markt, Macintosh II. Mit 16 MHz und einem leicht aufrüstbaren System versucht Apple da weiterzumachen, wo sie aufgehört haben.
1989 – Macintosh Portable
Apple wagt den ersten Ausflug in den Bereich der portablen Hardware. Ein Gerät, das fast 8 Kilogramm wiegt und mit einem 640x400 monochrom LCD-Bildschirm ausgestattet war.
1990 – Windows 3.0
Microsoft veröffentlicht Windows 3.0. Bereits kurz nach der Veröffentlichung rechnen viele mit dem Erfolg, der auch nicht lange ausblieb.
1993 – Apples Vormarsch
Bereits im Februar des Jahres '93 machte Apple viel Wind, als sie ihr, bis dato, größtes Produkt-Line-Up in Japan vorstellten. Mit im Gepäck hatten sie unter anderem den Macintosh Color Classic, Macintosh LC III und Macintosh Centris 610 & Centris 650. Aber auch weitere Geräte wurden vorgestellt.
Im Juli des gleichen Jahres kündigte Apple dann die "AV" Systeme ihrer Macintoshreihe an. Mit diesem Schritt schafften sie es Telekommunikation, Video und Geschwindigkeit auf einem Desktop zu vereinen.
1994 – Power Macintosh 6100/60
Ein weiterer Applecomputer wurde bereits kurz nach der Ankündigungswelle von '93 vorgestellt. Der Power Macintosh 6100/60 hatte nicht nur 60 MHz, sondern auch einen 14 inch Monitor, einen Ethernet-Anschluss und vieles mehr mit im Gepäck.
1995 – Windows 95
Microsoft veröffentlichen Windows 95. Mehr als 20.000 verschiedene Läden waren bereit Kopien an Kunden zu vertreiben. Außerdem stellte Microsoft extra 1600 weitere Personen ein, um die Support-Hotlines zu besetzen.
1996 – Windows NT und CE
Just ein Jahr nach der Veröffentlichung von Windows 95 veröffentlichte Microsoft einerseits Windows NT und kündigte weiterhin die CE-Version an, eine Version, die extra auf portable PCs zugeschnitten war.
Ebenfalls 1998 – Windows 98
Microsoft veröffentlicht mit Windows 98 ein weiteres Windows-Betriebssystem, das noch viele Jahre gute Dienste leisten sollte. Zeitgleich wurde Microsoft im Jahre 1998 zur weltweit wertvollsten Firma.
1999 – Apples tragbare Computer
1999 wurde auch ein gutes Jahr für Apple. Sie kündigten zwei neue tragbare Computer an. Zum einen das PowerBook G3/333 und zum anderen das iBook. Letzteres kam sogar in mehreren Farb-Varianten heraus und wog mittlerweile nur noch schlappe 3 Kilogramm. Neben diesen zwei tragbaren Computern brachte Apple außerdem noch den Power Mac G4 Computer raus und kündigte das Mac-OS 9.0 an.
2000 – Windows 2000, Office 2000 und Mac
Im Jahre 2000 ging es dann schon weitaus ereignisreicher zu. Apple veröffentlichen auf ihrer Weltkonferenz ihr OS X für 4000 Software-Entwickler und stellen nebenbei ihr Power Mac G4 Cube und ein neues iMac vor. Microsoft hingegen stellen einerseits ihr Windows 200-Betriebssystem vor und veröffentlichen andererseits ihr Office 2000 Service Release 1, das über 300 Bugs in der Ursprungsversion beheben sollte.
2001 – Windows XP und Mac OS X
Während das OS X im Jahr 2000 zwar an Software-Entwickler verteilt wurde, blieben normale Konsumenten aber auf der Strecke. Das sollte sich jedoch schon 2001 ändern, als Apple ihr OS X für jedermann zugänglich machte. Gleichzeitig veröffentlichte auch Microsoft eine neue Version ihres Betriebssystems, Windows XP. Außerdem stellte Microsoft ihre Tablet-PCs das erste Mal vor.
2002 – Computer Boom
Zwischen 1981 und 2002 wurden laut dem Gartner Dataquest über 835 Millionen Heimcomputer verkauft und an ihre Besitzer ausgeliefert.
2004 – Mozilla Firefox 1.0. und World of Warcraft
Auch wenn es eher indirekt mit dem Werdegang der Computer zu tun hat, so war es trotzdem wichtig. Denn 2004 veröffentlichte Mozilla mit Firefox 1.0 den ersten ernst zu nehmenden Konkurrenten für den Internet Explorer. Außerdem kam mit World of Warcraft ein Spiel heraus, das das Genre der Online-Rollenspiele prägte.
2005 – Mac Mini und OS X 10.4
Kurz bevor Apple ankündigt, dass sie in Zukunft mit Intel zusammenarbeiten würden, wenn es um die Entwicklung ihrer Computer geht, veröffentlichen sie ihren Mac Mini 500 $. Außerdem wird noch im selben Jahr das Mac-OS X 10.4 verfügbar.
2006 – MacBook Pro
Mit dem MacBook Pro kam im Jahre 2006 der erste Intel-basierte, Dualcore Laptop, aus dem Hause Apple, auf den Markt. Des Weiteren wird ein erstes iMac auf Intel-Basis veröffentlicht.
2007 – Windows Vista und iPhone
Als 2007 Microsoft ihr Windows Vista Betriebssystem für jedermann verfügbar machten, war die Freude groß, denn seit Windows XP gab es kein Update mehr. Doch nicht nur dorthin ging die Freude der Menschen, denn aus dem Hause Apple kam das erste iPhone. Mit diesem sollte der Smartphone-Boom schließlich beginnen.
2009 – Windows 7
Bereits zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Windows Vista beschließt Microsoft ein weiteres Betriebssystem auf den Markt zu werfen, das Vista zudem noch sehr ähnlich ist, Windows 7. Gründe dafür lagen, laut diversen Meinungen, bei den vielen Problemen mit Windows Vista.
2010 – iPad
Apple stellten 2010 ihr iPad vor, das den kompletten Markt prägen sollte. Ein Gerät, das die perfekte Verbindung zwischen Handy und Computer bildet und die Art, wie wir mit Medien interagieren verändern sollte.
2011/12 – Patentstreite und der Fortschritt
Apple und Android hatten in den letzten Jahren immer wieder Patentstreite aus verschiedensten Gründen. Aber auch Samsung hatte Probleme mit Apples Anwälten. Trotz all dieser Schwierigkeiten kamen weitere neue Smartphones auf den Markt und Apple kündigte außerdem das iPad 2 an, das zwar kleiner, aber mindestens genauso leistungsfähig ist, wie sein großer Bruder. Zuletzt kamen dann noch die Ultrabooks ins Rennen. Extrem schmale Laptops, die nicht selten eine Brücke zwischen Tablet und Laptop bilden, in dem sie beide Komponenten miteinander vereinen.