Games-Kritik: "Family Ski Snowboard": Pistenspaß mit Einschränkungen
VON C. SCHROETER UND S. SEEGER - zuletzt aktualisiert: 21.04.2009 - 15:26Düsseldorf (RPO). Für Skifans bricht jetzt wieder eine harte Zeit an: Frühling und Sommer. Da müssen die Meisten die Bretter im Keller oder auf dem Dachboden lassen. Wer dem Entzug zumindest virtuell entgegenwirken möchte, der kann "Family Ski Snowboard" von Namco Bandai in seine Wii schieben.
Noch bevor man das erste Mal auf die Piste darf, muss sich der Wii-Spieler bei "Family Ski Snowboard" zwei Mal entscheiden: Soll das Spiel mit mit Wiimote und Nunchuk oder mit dem Wii Balance-Bord gespielt werden und mit welcher Figur will man sich das Schneevergnügen stürzen?
Entscheidet man sich für die Variante ohne Balance Bord, dann muss man die Beinarbeit durch die Seitwärtsbewegung der Controller simulieren. Als Anfänger sollte man sich dann am besten direkt in die Skischule begeben. Dort bekommt man spielerisch die Steuerung auf Ski und Snowbord erklärt.
Ein bisschen Pistenfeeling kommt schon auf, hält man doch die beiden Controller wie Skistöcke und muss diese auch entsprechend schwingen. Das ist aber auch schon wieder nicht so ideal gelöst, stört bei dem Geschwinge und Geschüttel doch das Verbindungskabel zwischen Wiimote und Nunchuk.
Wie der Zusatz "Family" im Namen schon beweist, ist das Spiel besonders auf Familien und somit auch auf kleinere Kinder zugeschnitten. Das heißt, auf beiden vorhandenen Bergen sind sämtliche Aufgaben schon von Beginn an freigeschaltet. Kommt man mit einer Aufgabe nicht zurecht, macht man eben die nächste.
Das freut die schon erwähnten Familien oder auch Gelegenheitsspieler, kann man sich doch direkt ins Geschehen stürzen. Das sonst nervige Freischalten von Leveln entfällt. Für richtige Gamer dürfte genau das ein Problem darstellen, fehlt ihnen dadurch doch möglicherweise die Motivation für den Pistenspaß.
Zwei Berge stehen dem Spieler zur Auswahl. Der Unterschied: Sind auf dem einen die Pisten präpariert, fährt man bei dem anderen durch unberührte Natur. Das kann sehr reizvoll sein, stellt wegen der erhöhten Lawinengefahr aber auch die gefährlicherer Variante dar.
Die Grafik kann für Wii-Verhältnisse überzeugen: Der Schnee sieht ziemlich echt aus und die Berglandschaften haben fotorealistische Anmutungen.
Fazit: Kinder und Gelegenheitsspieler finden hier eine klasse Möglichkeit, auch im Frühjahr und Sommer Spaß im Schnee zu haben. Erfahrenen Gamer sollten sich vielleicht nach Alternativen umschauen. Ohne freischaltbare Levels ist die Motivation schnell dahin und das Spiel landet auf Dauer im Regal.
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