Games-Kritik: Guitar Hero II: Heiße Saiten
VON DANIEL HECHT - zuletzt aktualisiert: 16.11.2006 - 12:48Kiss, Nirvana, The Police, Van Halen, Iggy Pop und Black Sabbath – der zweite Teil von „Guitar Hero“ präsentiert ein wahnsinniges Line Up und wird allen PS2-Besitzern die Freudentränen in die Augen treiben!
Nach langer Wartezeit ist endlich der zweite Teil des genialen PS2 Games „Guitar Hero“ in greifbare Nähe gerückt. Das Spiel inklusive Gitarre findet sich bereits beim Händler des Vertrauens, die Spiel alleine findet ab dem 23. November den Weg in den Handel. Schmeißen Sie Ihre Luftgitarren weg - es kann endlich wieder zu Hause gerockt werden!
Guitar Hero ist ein typisches Musikspiel – Menschen ohne Rhythmus im Blut und schnelle Reaktionsfertigkeiten haben schlechte Karten je über den „Easy Mode“ hinauszukommen. Passend zu bekannten Rock und Heavy Metal Songs laufen auf einer Skala in Form eines Gitarrenhalses die Noten herab. Wenn diese unten ankommen, muss zeitig der entsprechende Knopf auf der Gitarre gedrückt und per „Strumbar“ aktiviert werden – ähnlich wie bei einer richtigen Gitarre. Also ganz einfach: Note abpassen, Knopf am Gitarrenkopf gedrückt halten und per „Strum“ (in der Mitte des Gitarrenkorpus) aktivieren. Um die Sache noch etwas komplizierter zu machen, gibt es insgesamt 5 Knöpfe: Grün, rot, gelb, blau und orange, welche eine ganze Bandbreite an Noten repräsentieren können – schon nach kurzer Zeit fühlt man sich auf diese Weise wie Hendrix!
Natürlich sind neben den neuen Songs auch einige Neuheiten ins Gameplay integriert worden. Zum Beispiel ist es nun möglich zu Zweit mit verteilten Rollen zu spielen: Während der eine Spieler die Lead Guitar übernimmt, zupft der andere den Rhythmus auf dem Bass. Ebenso ist es nun möglich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden gegeneinander anzutreten – während Anfänger bei Teil 1 schnell gestresst waren, finden Sie hier ihre Chance sich zu rächen (auch wenn es zugegeben nicht gerade erbaulich wirkt, wenn man mit Mühe und Not auf Easy einen Songs schafft, während der Gegenspieler sich die Noten im Extreme Schwierigkeitsgrad um die Ohren haut).
Training ist alles
Ebenfalls neu: Endlich gibt es einen Trainingsmodus, welcher dazu einlädt besonders schwierige Stellen zu verinnerlichen, ohne zuvor das gesamte Lied durchrocken zu müssen. Einfach den verhassten Liedteil heraussuchen und in verschiedenen Geschwindigkeiten einüben – nach nur wenigen Versuchen sollten selbst unmöglich scheinende Riffs gelingen!
Die Tracklist umfasst diesmal stolze 40 Tracks und gute 20 Bonustracks, welche alle Stilrichtungen bedienen und wahren Rockern die Freudentränen in die Augen treiben. Der Spieler startet als Hinterhofgitarrist und erklimmt die Karriereleiter durch einige wirklich Underground Clubs bis hin zum großen Open Air Konzert. Das verdiente Geld wird in neue Klamotten, verschiedene Gitarren, Bonussongs und neue Charaktere investiert – wer mit dem guten Gevatter Tod rocken will muss jedoch stolze 9000 Dollar anlegen.
Hier die komplette Songlist des Karrieremodus:
Motley Crue - Shout at the Devil
Danzig - Mother
Cheap Trick - Surrender
Wolfmother - Woman
Spinal Tap - Tonight I'm Gonna Rock You Tonight
Kiss - Strutter
Nirvana - Heart-Shaped Box
Police - Message in a Bottle
Van Halen - You Really Got Me
Kansas - Carry on Wayward Son
Foo Fighters - Monkey Wrench
Alice in Chains - Them Bones
Iggy Pop and the Stooges - Search and Destroy
Pretenders - Tattooed Love Boys
Black Sabbath - War Pigs
Warrant - Cherry Pie
Butthole Surfers - Who Was in My Room Last Night
Mathew Sweet - Girlfriend
Rolling Stones - Can't You Hear Me Knockin'
Guns N' Roses - Sweet Child O' Mine
Rage Against the Machine - Killing in the Name Of
Primus - John the Fisherman
Sword - Freya
Thin Lizzy - Bad Reputation
Aerosmith - Last Child
Heart - Crazy on You
Stone Temple Pilots - Tripping on a Hole in a Paper Heart
Stray Cats - Rock This Town
Allman Brothers - Jessica
Jane's Addiction - Stop
Anthrax - Madhouse
Living End - Carry Me Home
Lamb of God - Laid to Rest
Reverend Horton Heat - Psychobilly
Freakout Rush - YYZ
Avenged Sevenfold - Beast and the Harlot
Suicidal Tendencies - Institutionalized
Dick Dale - Misirlou
Megadeth - Hangar 18
Lynyrd Skynyrd - Free Bird
Blutige Blasen und Schwelen an den Fingern sind dennoch garantiert – wer die letzten Lieder wie Dick Dales „Mirirlou“ (ja genau, der unvergessliche Pulp Fiction Song!) oder die 10 Minuten Fassung von „Freebird“ auf Expert zockt, dürfte wohl mit reichlich Hornhaut gesegnet sein!
„Guitar Hero II“ kostet um die 40 Euro. Für diejenigen, welche noch keinen Gitarrenkontroller ihr Eigen nennen, wird es natürlich wieder das dicke Paket für um die 80 Euro geben. Der erste Teil kostet nur unmerklich weniger und liegt bei jedem gut sortierten Elektronikmarkt aus. Rock on!
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