Games-Kritik: "Terminator - Die Erlösung": Das Ende beginnt!
zuletzt aktualisiert: 25.06.2009 - 09:01Frankfurt/Main (RPO). "Du bist John Conner, ein Soldat in dieser post-apokalyptischen Welt, und es ist deine Aufgabe, einen Trupp dir ergebener Kämpfer in einem verzweifelten Überlebenskampf gegen die überlegenden Kräfte von Skynet und dessen tödliche Terminatoren zu führen." Damit ist die Aufgabe für den Spieler in dem PC-Spiel "Terminator - Die Erlösung" auch schon klar. Er muss auf den Spuren von Sarah und John Connor in den Kampf gegen einen übermächtigen Gegner ziehen.
Das ist einfacher gesagt als getan. Die Handlung beginnt im Jahr 2016 und setzt damit zwei Jahre früher ein, als in dem gleichnamigen vierten Teil der Filmreihe. Es geht in dem PC-Spiel also um die Vorgeschichte und den Weg von John Connor zum Rebellenführer. Denn zunächst ist er nur ein einfacher Soldat und ziemlich frustriert von der düsteren Situation.
Die Zukunft hat sich ganz anders entwickelt, als ihm seine Mutter es erzählt hat. Er ist nicht der Anführer geworden, zu dem sie ihn ausgebildet hat. Los Angeles wurde an Skynet verloren und die Menschen müssen sich tagtäglich ihrer Haut erwehren. Die tödlichen Maschinen aus dem Terminator-Universum kämpfen zu Lande und in der Luft. Jetzt ist es an dem Spieler, die Zukunft der Menschheit in die Hand zu nehmen und dem Helden auf die Sprünge zu helfen.
Unterstützt wird er von Blair Williams, die ihn schon lange kennt und hartnäckig an seine Mission erinnert. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Mitstreiter kämpfen sie sich durch die feindliche Umgebung. Dabei haben sie Zugriff auf ein umfangreiches Waffenarsenal mit Schrotflinten, vollautomatischen Maschinengewehren, diversen Granaten, Raketenwerfern und manchmal auch einem Skynet-Panzer mit Plasmakanone.
Terminatoren haben den Schwachpunkt auf der Brust
Schon kurz nach dem Start beginnt die rasante Action, die kleine Einheit wird von allen Seiten beschossen. Die richtige Deckung ist die einzige Chance und auch wenn das Spiel auf permanente Action setzt, ist unüberlegtes Herumballern keine gute Strategie. Da heißt es, in Deckung gehen und solange unten bleiben, bis die richtige Gelegenheit kommt.
Dabei ist es wichtig, die Gegner im entscheidenden Moment an ihrer Schwachstelle zu treffen und das auch noch mit dem richtigen Kaliber. Die "Wespen" mögen keine Schrotflinten und lassen sich damit leicht vom Himmel holen. Gegen "Spinnen" braucht es ein schweres Kaliber und die Terminatoren haben den Schwachpunkt auf der Brust. Allerdings sind sie unempfänglich gegen normale Munition und man sollte immer Sprengstoff dabei haben.
Immer die nächste Deckung im Blick
Zwar erinnert der Protagonist des Videospiels in keiner Weise an den Hauptdarsteller des Films, Christian Bale, aber das typische Terminator-Gefühl kommt dennoch sehr schnell auf. Es macht einfach Spaß sich mit den humanoiden Robotern herumzuschlagen und immer die nächste Deckung im Auge zu haben. Die Umgebung ist ansprechend gestaltet und auch die menschlichen Mitstreiter erscheinen realistisch.
Leider wiederholen sich viele Abläufe und im Vordergrund stehen die kämpferischen Auseinandersetzungen. Das drückt manchmal auf die Spannung und es fehlen wirkliche Überraschungsmomente. Außerdem ist das Spiel mit etwa sechs Stunden Dauer viel zu kurz. Die Original-Filmmusik und die beständige Action sorgen dennoch dafür, dass keine Langeweile aufkommt.
Das von Grin entwickelte "Terminator - Die Erlösung" ist im Vertrieb von Warner Bros Interactive Entertainment erschienen und kostet etwa 39 Euro. Das Spiel ist freigegeben ab 16 Jahren.
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