Post Mortem: Für Freunde abgründiger Kriminalgeschichten
zuletzt aktualisiert: 02.06.2003 - 17:13Ins Paris der 20er Jahre führt ein Computerspiel, das sich an die Freunde abgründiger Kriminalgeschichten wendet. In "Post Mortem" schlüpft man in die Rolle des Privatdetektivs Gus MacPherson, der einen grausigen Doppelmord aufzuklären hat.
Dabei: Eigentlich wollte sich MacPherson an der Seine nur seiner Liebe zur Kunst widmen. Doch einer rätselhaften Besucherin gelingt es, ihn für den Mord an zwei Amerikanern zu interessieren.
Also geht es ins Hotel Orphee, wo die Bluttat geschah. In Dialogen mit Portier oder Barkeeper sammelt der Detektiv erste Eindrücke. Und nebnenbei auch allerlei nützliche Gegenstände wie eine Flasche Rotwein, die sich nutzbringend zur Bestechung eines dicken Polizeibeamten einsetzen lässt. Und schon kann man die Ermittlungsakte einsehen.
Das Spiel lebt von seiner düsteren Atmosphäre im Stil des Film noir. Statt realistischer Grafik zählen allein Emotionen und knifflige Kombinationen. Wer PC-Spiele mit viel Action liebt, wird den Handlungsverlauf als ausgesprochen schleppend empfinden. Aber bei der Wahl zwischen verschiedenen Gesprächsoptionen ist detektivischer Spürsinn gefragt, um sich nach und nach den Zugang zu neuen Schauplätzen in Paris zu erschließen.
"Post Mortem", von Vivendi Interactive vertrieben, wurde in den Studios von Microids entwickelt, die zuletzt mit "Syberia" viel Zustimmung fanden. Die technischen Anforderungen (ab Win 98, Prozessor ab 350 MHz, 500 MB auf der Festplatte) halten sich in Grenzen. Für ca. 45 Euro im Handel.
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