Spieler muss bizarren Selbstmord aufklären: "Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Mumie": Für Knobel-Fans
VON SANDRA SCHIPP - zuletzt aktualisiert: 21.10.2003 - 09:11Der berühmte Detektiv mit der Pfeife wird von Elizabeth Montcalfe um Hilfe gebeten, deren Vater vor einem halben Jahr unter mysteriösen Umständen verschwunden ist.
Während die Polizei von Selbstmord ausgeht, glaubt Elizabeth felsenfest, dass etwas anderes dahinter steckt. Also macht sich Holmes ins einsame Schloss des Ägyptologen auf, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen.
Der schrullige Lord Montcalfe hat seine Villa im Lauf der Zeit in ein bizarres Museum verwandelt. In jedem Raum entdeckt Holmes, allein mit der Maus gesteuert, neue Antiquitäten, Mumien, rätselhafte Aufzeichnungen und eine Tafel mit einem ägyptischen Fluch.
Da der Forscher kurz vor seinem Verschwinden paranoide Züge entwickelte, baute er in sein Schloss tödliche Fallen ein. Nicht nur einmal bleibt Holmes sehr wenig Zeit, um mithilfe seiner grauen Zellen einen Ausweg zu finden. Schnell merkt der Held auch, dass er doch nicht ganz allein ist im Gemäuer.
Um den Fall zu lösen muss der Spieler alle 35 Räume des Herrenhauses mit Akribie durchkämmen und dabei alle möglichen Arten von Rätseln knacken. Die rund 100 Gegenstände sind oft nur mit Mühe zu entdecken, doch dafür verlässt das Spiel nie den Pfad der Logik.
Die Rätsel werden von Level zu Level immer kniffliger und sind teils in einem sehr engen Zeitlimit zu lösen. Die Wahrscheinlichkeit, dabei auf Anhieb alles richtig zu machen, geht gegen null. Um so ärgerlicher ist es daher, dass nur sechs Speicherplätze zur Verfügung stehen. Sehr hilfreich sind hingegen die Dokumentenmappe und das Gedankenprotokoll des Detektivs im Inventar. Und das überraschende Ende belohnt den Spieler für alle Mühen.
Fazit: „Sherlock Holmes” ist zwar kein Höhepunkt des Genres, aber ein durch und durch solides Adventure für Knobel-Fans. Wer knifflige Puzzles und Verschieberätsel am liebsten in menschenleerer Umgebung und unter Zeitdruck löst, hat mit dem Spiel einen Hauptgewinn gezogen.
Die Handhabung ist angenehm einfach, der Hintergrund-Sound bleibt auch im Hintergrund, und die 3D-Grafik kann sich sehen lassen. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad so hoch, dass Anfänger schnell an ihre Grenzen stoßen werden.
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