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Games-Kritik: "Splinter Cell": Wer gesehen wird, verliert

zuletzt aktualisiert: 13.04.2004 - 16:31

Der Geheimagent Sam Fisher schleicht wieder über die Bildschirme. Nur ein Jahr nach dem Erfolg des ersten Teils ist er wieder zurück. Ubi Softs "Splinter Cell Pandora Tomorrow" für PC und Xbox bietet dem Spieler erneut ein realistisch erscheinendes Zukunftsszenario.

Indonesische Rebellen kämpfen um den Abzug der dort stationierten US-Truppen. Paramilitärs wollen der noch jungen timoresischen Demokratie im Jahr 2006 den Todesstoß versetzen. Deren Anführer ist Suhadi Sadono. Nach einer Geiselnahme in der US-Botschaft kommt erneut die fiktive Untergruppe der National Security Agency mit dem Namen Third Echolon ins Spiel und schickt Top-Agent Fisher ins Rennen.

Das alte Splinter-Cell-Prinzip gilt auch bei "Pandora Tomorrow": Wer gesehen wird, hat bereits verloren. Im Gegensatz zu Ego-Shootern wird Sam bereits durch weniger Treffer außer Gefecht versetzt. Der Schatten-Anzeiger informiert jederzeit, wie sichtbar Sam für die Terroristen gerade ist. Wenn Wachen ihn hören, suchen sie aktiv nach dem Eindringling.

So schleicht der Spieler beständig, schießt Lampen aus und nutzt Nachtsichtgerät, Wärmebildkamera sowie eine flexible Optik, um unter Türen hindurch zu sehen. Er hangelt sich an Dachrinnen oder Geländern entlang, klemmt sich im Spagat zwischen Wände und klettert an der Außenwand eines fahrenden Zuges entlang.

Unterstützung erhält Sam per Funk von seinem Chef Lambert und einer Computerspezialistin. Die acht Missionen führen den Agenten unter anderem nach Paris, Jerusalem und zum Schluss nach Los Angeles. In den Missionen geht es darum, Gespräche abzuhören, Daten zu stehlen oder Geiseln zu retten. Die Gegner halten den Spieler dabei an allen Orten in Atem. Kontrahenten reagieren auf Geräusche und Bewegungen des Spielers sowie auf Veränderungen in der Umgebung, etwa wenn eine Lampe zerschossen wird.

Fazit: "Splinter Cell Pandora Tomorrow" lässt kaum Wünsche offen. Die abwechslungsreichen Missionen sind durch eine spannende Story verbunden. Kaum ein anderes Videospiel vermittelt dem Spieler eine derart dichte Atmosphäre. Der deutlich erweiterte Umfang und der gelungene Mehrspielermodus gefallen. Die hier getestete PC-Version überzeugt vor allem in den Außenleveln mit Detailreichtum und wunderschöner Grafik.

Falls es überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann den zuweilen arg hohen Schwierigkeitsgrad. Stellenweise verrät den Spieler ein einziges Geräusch und der Level muss von Neuem begonnen werden.


 
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