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Verschobener PS3-Start: Weniger Spielekonsolen verkauft als erwartet

zuletzt aktualisiert: 25.12.2006 - 12:40

Leipzig (RPO). Die Hersteller von Spielekonsolen haben in diesem Jahr in Deutschland weniger Geräte als erwartet verkauft. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Markteinführung der Playstation 3 von Sony in Europa auf das Frühjahr 2007 verschoben wurde. 

The Sony Playstation 3 console and its new controller is shown in this picture after the Sony Computer Entertainment Inc. 2006 E3 media event at Sony Studios in Culver City, Calif., in this May 8, 2006, file photo. Foto: AP
The Sony Playstation 3 console and its new controller is shown in this picture after the Sony Computer Entertainment Inc. 2006 E3 media event at Sony Studios in Culver City, Calif., in this May 8, 2006, file photo. Foto: AP

Nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) wurden vermutlich insgesamt rund 2,5 Millionen Einheiten verkauft. Im August war man noch davon ausgegangen, dass erstmals die 3-Millionen-Marke geknackt werden könnte.

Dennoch trugen die Spielekonsolen mit einem Umsatzplus von 36 Prozent erheblich zum Boom auf dem Markt für Unterhaltungselektronik bei. Auch im Internethandel vor Weihnachten gehörten die Spielekonsolen zu den absoluten Rennern.

Bei einer repräsentativen Befragung unter 1.000 Konsumenten wurde laut Bitkom festgestellt, dass 14 Prozent eine Konsole erwerben wollten. Damit nahmen die Spielekonsolen nach MP-3-Playern (24 Prozent) und Digitalkameras (20 Prozent) den dritten Platz in der Rangliste der beliebtesten digitalen Weihnachtspräsente in diesem Marktsegment ein. Der Markt der so genannten Consumer Electronics wuchs nach Bitkom-Angaben im laufenden Jahr um 8,4 Prozent.

Interessant war, dass in der genannten Umfrage jeder vierte Befragte angab, er verschenke die Geräte vor allem deshalb, weil er sie selbst nutzen möchte. Dazu passen auch die Beobachtungen des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), wonach bei den Spielen im Computer- und Konsolenbereich der aktuelle Trend Richtung Familienunterhaltung geht.

"Die neuen Spielkonsolen und Spielkonzepte wie Karaoke-, Musik- und Rätselspiele animieren Eltern und Kinder gemeinsam Unterhaltungssoftware zu erleben", so der BIU. Damit leiste die Industrie einen wertvollen Beitrag zur generationsübergreifenden Freizeitgestaltung und zur Vermittlung von Medienkompetenz in den Familien.

Der BIU berichtet auch von einem deutlichen Zuwachs bei der verkauften Software. Zwar liegen dem Verband momentan erst die Halbjahreszahlen für 2006 vor, diese aber zeigen den Aufwärtstrend: Bis Juni waren 19,7 Millionen PC- und Konsolenspiele im Wert von 469 Millionen Euro über die Ladentische gegangen, was einer Steigerung von 2,9 Prozent entsprach.

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 19,1 Millionen Spiele gewesen, die 466 Millionen Euro in die Kassen spülten. Im Jahr 2005 wurden laut BIU insgesamt 41,2 Millionen Computer- und Konsolenspiele an den Verbraucher gebracht.

Weihnachtsgeschäft läuft traditionell gut

Traditionell läuft das Geschäft für die Branche zu Weihnachten besonders gut. Da der Anstieg im Verkauf von Spielekonsolen so deutlich war, ist damit zu rechnen, dass auch die dazugehörige Software einen deutlichen Zuwachs wird verzeichnen können. Schon die Halbjahreszahlen zeigen, dass insbesondere die Konsolenspiele zum Wachstum der Branche beigetragen haben: Der Absatz wuchs von 6,7 Millionen Einheiten im ersten Halbjahr 2005 auf 8 Millionen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006.

Damit kamen allein durch dieses Spielesegment 249,6 Millionen Euro in die Kassen der Händler, nachdem es im Vorjahreszeitraum erst 231,5 Millionen gewesen waren.

Für die Verbraucher erfreulich war im laufenden Jahr die Tatsache, dass die Preise für PC- und Konsolenspiele unter Druck gerieten. So sank in den ersten sechs Monaten der Durchschnittpreis bei den Computerspielen von 19,03 Euro um 1,3 Prozent auf 18,78 Euro. Noch deutlicher war der Preisrückgang bei den Konsolenspielen, hier mussten durchschnittlich 31,29 Euro pro Spiel bezahlt werden, nachdem es im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres noch durchschnittlich 34,34 Euro waren ein Rückgang um 8,9 Prozent.

Quelle: ap

 
 
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