"Deponia": Tolles Spiel von Daedalic: Willkommen im Müll!
zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 - 20:49Frankfurt/Main (RPO). Rufus ist kein strahlender Held. So einen wie ihn wollen Eltern nicht als Vorbild für den eigenen Nachwuchs. Er hat oft schlechte Laune, wohnt gerne im Müll und hat einen widerspenstigen Charakter. Rufus ist die Hauptfigur in "Deponia", einem Adventure im Comic-Stil, das jetzt für PC erschienen ist.
Rufus lebt im abgelegensten Quadranten einer planetarischen Müllkippe. Hier entsorgen die reichen Bürger der schwebenden Städte ihre Abfälle, die sie einfach aus der Luft abwerfen.
In diesem riesigen Berg aus Resten ist eine ganz besondere Gesellschaft entstanden, die aus dem Wohlstandsmüll neue Gebäude baut und ungewöhnliche Maschinen konstruiert. Rufus will hier weg und fühlt sich zu Höherem berufen - einem Leben in den "oberen Schichten" der schwebenden Städte hoch über der Planetenoberfläche. Hier ist die bessere Welt und das Leben voller Luxus.
Damit Rufus sein Ziel erreicht, ist der Spieler gefordert und muss im klassischen Point-and-Click-Stil viele Rätsel lösen. Nur wer wilde Verfolgungsjagden übersteht, wahnwitzige Apparaturen baut, viel Mut hat und eine Prise Heldenhaftigkeit mitbringt, ist am Ende erfolgreich.
Kaum ist "Deponia" auf dem Markt, da wird schon die Fortsetzung angekündigt. "Chaos auf Deponia" soll am 14. September erscheinen. Das zweite Abenteuer mit Rufus auf dem Müllplaneten Deponia werde eine eigene, in sich geschlossene Geschichte sein, die man auch ohne Kenntnis des ersten Teils spielen kann, verspricht Daedalic.
Es gilt alle möglichen Sachen zu sammeln und an der richtigen Stelle wieder zusammenzubringen. Die Steuerung ist einfach, mit der Maustaste beginnt man ein Gespräch, sammelt hilfreiche Dinge ein und manipuliert Gegenstände. Mit der rechten Taste lässt sich die direkte Umgebung genauer untersuchen.
Neue Freunde und ungeahnte Feinde
Eines Tages fällt die wunderschöne Goal bei der Abfallbeseitigung aus der Stadt Elysium und landet auf einem benachbarten Müllberg. Jetzt wittert unser Held seine Chance und er beschließt, das Mädchen in ihre Heimat zu bringen. Nicht ganz uneigennützig hat er dabei seine eigenen Ziele fest im Blick - außerdem gefällt ihm der unerwartete Gast immer besser. Es wartet nicht nur ein besseres Leben auf ihn, sondern vielleicht auch die große Liebe.
Auf dem Weg dahin begegnet er zwielichtigen Doppelgängern, neuen Freunden und ungeahnten Feinden. Mit dabei ist auch Toni, die kettenrauchende Mitbewohnerin und Exfreundin von Rufus. Ohne sie wäre er in den Müllbergen wahrscheinlich schon längst untergegangen. Sie glänzt mit sarkastischen Kommentaren und ist oft die letzte Rettung für unseren Helden.
Aber es gibt auch unehrliche Gestalten in der Welt von Müll und Abfall. Wenzel gilt zwar als "bester und treuester Freund", aber in Wirklichkeit erfreut er sich heimlich an den schmerzhaften Fehlversuchen von Rufus. Außerdem hat er es auf Rufus Sachen abgesehen, falls einer der Versuche in die andere Welt zu gelangen, trotz aller Widerstände klappen sollte.
Originelle Geschichte mit viel Humor
Die Spielwelt von "Deponia" ist fein gezeichnet und voller sympathischer Figuren. Ein Comic-Abenteuer mit vielen Anspielungen auf bekannte Kinofilme und die bisherigen Titel des Publishers Daedalic. Mit "Harveys Neue Augen" oder "Edna Bricht Aus" hat das Unternehmen nicht nur viele Fans gewonnen, sondern auch eine ganze Reihe von deutschen und internationalen Auszeichnungen erhalten.
Die Entwickler sehen ihr Spiel in der Tradition von Douglas Adams und Terry Pratchett. "Deponia" bietet eine originelle Geschichte, die mit viel Humor und skurrilen Szenen für anhaltende Unterhaltung sorgt. Wer Freude an schönen Comic-Figuren, schrägen Geschichten und klassischen Adventures hat, der sollte mal ein paar Stunden auf der Müllhalde verbringen.
Das Spiel läuft auf PCs ab Windows XP SP3 mit einem Prozessor ab Pentium Dual Core 2 GHz, zwei GB Arbeitsspeicher und einer 512 MB Grafikkarte. Das von Daedalic Entertainment entwickelte "Deponia" ist freigegeben ab sechs Jahren und kostet etwa 30 Euro.
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