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Bilderkennung
So interpretieren die Programme von Google unsere Welt

Bilder: Google lässt neuronale Netzwerke Bilder malen
Bilder: Google lässt neuronale Netzwerke Bilder malen FOTO: Google Research
Düsseldorf. Was ist auf einem Foto zu sehen? Die Antwort auf diese Frage wird für Firmen wie Google immer wichtiger. Hochentwickelte Programme, sogenannte neuronale Netzwerke, sollen den Nutzern beim Sortieren der Fotos helfen. Doch lässt man diesen Programmen freien Lauf, werden sie selbst kreativ. Von Henning Bulka

Einen Computer entscheiden zu lassen, was auf einem Foto zu sehen ist, bedarf viel Geduld. Wie im Blog der Google-Entwicklungsabteilung zu lesen ist, benötigt das Programm zunächst Millionen von Beispielfotos, um einen Eindruck davon zu gewinnen, welche Formen und Farben zu welchen Bildern zusammenwachsen.

Anschließend kann das Programm bestehende Bilder analysieren und Übereinstimmungen zu gelernten Mustern erkennen. Um die Funktionsweise besser zu verstehen, haben die Forscher im Entwicklungsprozess solcher neuronaler Netzwerke diesen Vorgang jedoch auch umgekehrt. Das Programm hat so selbst eigene Bilder generiert, anhand bestehender Vorlagen.

Was dabei zu sehen sein sollte, konnten die Forscher entweder vorgeben – oder aber das Programm entscheiden lassen, was für Muster es erkennt, um diese dann überzuinterpretieren. Überall dort, wo es beispielsweise einen Vogel zu entdecken schien, hat das neuronale Netzwerk das eingefügt, was nach den gelernten Vorlagen einen Vogel darstellt.

Das Ergebnis dieser Experimente sind psychedelisch, teils wunderschöne und in jedem Fall sehr philosophische Bilder – erstellt von einer Maschine. Sehen Sie sich hier unsere Auswahl der schönsten Werke an.

Fotos: Google Maps: Geheimnisvolle Strukturen und kuriose Bilder FOTO: Screenshot Google Maps
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