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iOS 9 bei WWDC
Apple will ältere iPhone-Modelle nicht länger benachteiligen

WWDC 2015: Neues iPhone-Betriebssystem Apple iOS 9 wird vorgestellt
Apple willauf der Entwicklerkonferenz WWDC sein neues iPhone-Betriebssystem iOS 9 vorstellen. FOTO: dpa, chd vfd
Düsseldorf. Als im vorletzten Jahr das neue Betriebssystem für das iPhone kam, mussten sich die Nutzer auf eine komplett neue Optik einstellen. Nutzer älterer iPhones ärgern sich über Langsamkeit. Heute will Apple die neue Version iOS 9 vorstellen. Doch nicht nur das. Eine Übersicht, worauf Sie sich einstellen müssen. Von Daniel Fiene

Sie kennen das: Kaum hat man sich an die Bedienoberfläche für sein Smartphone gewöhnt, kommt schon wieder das nächste Update. Und die Angst, dass das eigene Gerät langsamer wird, wenn es schon etwas älter wird. Apple stellt heute sein neues Betriebssystem für iPhones und iPads vor. Am Abend beginnt in San Francisco die Entwicklerkonferenz WWDC. Apple-Chef Tim Cook wird ab 19 Uhr bei der Eröffnung die wichtigsten Neuheiten vorstellen.

iPhone & iPad: Nachteile für ältere Modelle sollen abgeschafft werden

Es gibt eine Entwarnung für iPhone- und iPad-Nutzer: So krasse Veränderungen wie vor zwei Jahren, als sich alle auf eine komplett neue Optik beim iPhone einstellen mussten, wird es in diesem Jahr nicht geben. Alle Anzeichen der Gerüchteküche deuten darauf hin, dass Apple sich in diesem Jahr um die Stabilität von iOS kümmern wird.

Heißt: Die Apps stürzen weniger ab, alles läuft etwas flüssiger und der Akku wird auch geschont. Auf dem iPad werden die Nutzer wohl zwei Apps gleichzeitig nutzen können. Stichwort: Splitscreen.

Gute Nachricht auch für die Nutzer älterer iPhones: Apple will etwas dagegen tun, dass ältere Modelle langsamer werden, wenn ein neues Betriebssystem kommt. Das neue iOS 9 kommt wohl im Herbst.

Mac-Betriebssystem: OS X schraubt an Sicherheit und Apple Maps

Auch beim OS X Yosemite Nachfolger heißt es eher Evolution, statt Revolution. Sicherheit und Stabilität sind die Schwerpunkte. Vermutet wird eine neue Systemschrift und ein neues Kontrollzentrum für die Systemeinstellungen, so wie es Apple-Kunden auf dem iPhone kennen.

Einige größere Änderungen gibt es bei Apple Maps. Der öffentliche Nahverkehr wird zum Beispiel integriert — zunächst in den großen Städten. Damit will Apple zu Google Maps aufstoßen. Das gilt sowohl für den Desktop, als auch mobil.

Neuer Streaming-Dienst: Apples große Musik-Initiative

Vor einem Jahr hatte Apple den Kopfhörer-Hersteller und Musikdienst-Anbieter Beats gekauft, jetzt könnte der Musikdienst endlich in die Apple-Welt geholt werden. Erwartet wird ein Musikstreaming-Dienst, der sich an Spotify orientiert. Für zehn Euro im Monat haben die Nutzer den Zugriff auf sämtliche Musik. Das wird die iTunes-Welt ganz schön verändern. Apples neuen Musikdienst könnte es sogar für Android geben – das gab es bisher noch nicht.

Was Apple wenig freuen dürfte: Ein Partner hat das Angebot bereits vor der offiziellen Präsentation bestätigt. Am Sonntag hat Doug Morris, Chef vom Musiklabel Sony Music, auf der Musikmesse Midem in Cannes den Musikdienst bestätigt. Nähere Details verriet er nicht, aber er sei zuversichtlich, dass Apple mit diesem Musikstreaming-Dienst Erfolg haben wird. Immerhin habe der Konzern im Gegensatz zur Konkurrenz das nötige Budget, um das neue Angebot zu bewerben. Davon könne die ganze Musikindustrie profitieren.

Einige erwarten, dass Apple auch die Software von Apple-TV endlich modernisiert. Eine neue TV-Box gibt es aber eher nicht.

(RPO, dafi)
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