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"Prime Day"
Amazon verspricht Rabatte am eigenen Weltspartag

"Prime Day": Amazon verspricht Rabatte am eigenen Weltspartag
Am 15. Juli findet der erste "Prime Day" statt. Die Kunden sollen bei 3000 Angeboten sparen können. FOTO: dpa, ud mut stj
Düsseldorf. Amazon will in der kommenden Woche seinen 20. Geburtstag feiern und lädt zu einem weltweiten Spartag ein. Kunden sollen für einen Tag massiv sparen können. Doch nicht alle können von den Rabatten profitieren. Von Daniel Fiene

Die Ankündigung des Online-Händlers Amazon liest sich so, als ob diese Aktion den Sommerschlussverkauf in den Schatten stellen soll: Am 15. Juli wird der erste "Prime Day" stattfinden. Vollmundig werden "die besten Angebote, die es je bei Amazon gab" angekündigt - bereits jetzt werden in Anzeigen Preisnachlässe von 70% beworben. Alle zehn Minuten sollen neue Sonderangebote freigeschaltet werden. 3000 werden versprochen. Insgesamt sollen alle wichtigen Kategorien bedient werden.

Aber es gibt einen Haken. Es können nur Kunden an diesem Spartag teilnehmen, die Mitglied bei "Amazon Prime" sind. Mitglieder des Dienstes bekommen bessere Versandkonditionen und erhalten auch Zugriff auf die digitale Leihbibliothek für Bücher, Filme und Serien. 

"Prime"-Kunden geben deutlich mehr aus

Obwohl Amazon zu seinem 20. Geburtstag seine Kunden mit Preisnachlässen versorgt, ist diese Aktion auch ein Geschenk an sich selbst: Der "Prime Day" ist eine große Werbeaktion für "Amazon Prime". Der Online-Händler ist darauf aus, dass möglichst viele Amazon-Kunden auch "Prime"-Mitglieder werden. Laut einer Erhebung von "Consumer Intelligence Research Partners" geben "Prime"-Kunden jährlich im Schnitt 1500 US-Dollar aus, wohingegen normale Kunden 625 US-Dollar ausgeben. 

Allerdings kostet die jährliche Mitgliedschaft 49 Euro im Jahr. Wer trotzdem am "Prime Day" teilnehmen möchte, kann einen Trick anwenden: Der erste Monat kann kostenlos getestet werden. Wer sich jetzt anmeldet, kann am "Prime Day" am 15. Juli die Angebote nutzen und sich hinterher wieder abmelden. 

Wichtiger als "Cyber Monday"

Es ist durchaus möglich, dass Amazon auch in den kommenden Jahren den eigenen Geburtstag für einen "Prime Day" nutzen wird. Aktionstage werden für Online-Händler wichtiger. Amazon verspricht bessere Angebote, als es die Kunden rund um den "Black Friday" gewohnt sind. So wird in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt. Viele Amerikaner nutzen diesen Brückentag für ihre ersten Weihnachtseinkäufe, sodass Händler große Umsätze in ihren Geschäften machen.

Zu den Ritualen des "Black Friday" gehört es deswegen seit Jahren, dass viele Geschäfte schon in den frühen Morgenstunden öffnen. Die Kunden stürmen die Läden, um bei den besten Sonderangeboten zuschlagen zu können. Lange Schlangen gibt es nicht nur in den Läden, sondern auch im Netz: Der "Black Friday" findet seit Jahren eine immer stärkere Verlängerung in das Netz. Viele Online-Händler bieten zum folgenden "Cyber Monday" zahlreich Rabatte an. Im Jahr 2014 wurden 50,9 Milliarden US-Dollar während des 4-tägigen Black Friday-Wochenendes ausgegeben.

Neun Länder nehmen teil

Auch in Deutschland ist der Cyber-Monday für Amazon-Kunden seit Jahren ein fester Begriff. Zahlreiche andere Online-Händler bieten ebenfalls zum Cyber-Monday besondere Rabatte an. Mit dem "Prime Day" könnte jetzt ein weiterer Aktionstag in der Sommerzeit geschaffen werden.

Die ersten Angebote sollen am 15. Juli um Mitternacht (Mitteleuropäische Zeit) freigeschaltet werden. Kunden in Deutschland, USA, Großbritannien, Spanien, Japan, Italien, Frankreich, Kanada und Österreiche können teilnehmen. 

 

 

(RPO)
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