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Amazons "Same Day"-Lieferung
Gut für Kunden, mies für Paketboten?

Amazons Same-Day-Lieferung: Gewerkschaften fürchten mehr Belastung
FOTO: dpa, hka axs fpt gfh
Düsseldorf. Morgens bestellt, abends geliefert - das verspricht der Online-Händler Amazon jetzt seinen Kunden in 14 Metropolregionen, darunter Düsseldorf, Köln und weite Teile des Ruhrgebiets. Doch was für die Kunden sehr praktisch ist, bringt Paketboten an die Belastungsgrenze, fürchtet die Gewerkschaft Verdi. Von Sascha Wandhöfer

Der Markt boomt, die Menge der Lieferungen nimmt zu - nicht aber die Zahl der Paketboten. "Die Belastung ist schon jetzt auf einem unglaublich hohen Niveau", kritisiert daher Thomas Großstück, zuständiger Fachsekretär bei Verdi  NRW. Durch Amazons "Same-Day-Lieferung" werde der Druck auf die Paketboten weiter steigen, glaubt er.

Denn die Zustellung am selben Tag bedeutet auch, dass der Bote womöglich mehrmals am Tag zurück zum Depot muss, fürchtet Großstück. Ein Mehraufwand, der bisher nicht nötig gewesen sei - und der mehr Überstunden und noch häufigere Verletzungen der Arbeitszeitgrenzen bedeute, glaubt man bei Verdi.

Dazu, wie Amazon die Lierferung am selben Tag stemmen möchte, hat sich der Online-Händler bisher nicht geäußert. Auf Anfrage heißt es: "Wir haben bereits die Abläufe der zu erwartenden Nachfrage angepasst. Unsere Spediteure wurden so früh wie möglich in den Planungsprozess integriert, um ihre Mitarbeiterplanung anpassen zu können."

Bei Verdi geht man davon aus, dass es für den Service mehr Personal geben wird - aber gerade dort, wo mit Sub- oder Subsubunternehmen gearbeitet werde, werde die Personaldecke erfahrungsgemäß möglichst klein gehalten, sagt Gewerkschafter Großstück.

Sein Fazit daher: "Wir werden uns das weiter anschauen."

(RPO)
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