Empörung in den USA: Blut von Ronald Reagan wird versteigert
zuletzt aktualisiert: 23.05.2012 - 12:09Washington (RPO). Es ist eine kleine Ampulle mit ein wenig Blut darin - und sie sorgt in den USA für mächtig Aufregung. Denn der Lebenssaft stammt nicht von irgendjemandem, sondern vom früheren US-Präsidenten Ronald Reagan. Und er wird im Internet versteigert.
Das Mindestgebot, das der unbekannte Besitzer verlangt, beträgt 1500 britische Pfund. Das aktuelle Gebot am vorletzten Tag der Auktion liegt deutlich darüber, am Mittwochmittag bei 9181 Pfund.
Nach Auskunft des Verkäufers wurde Reagan das Blut abgenommen, nachdem er am 30. März 1981 vor dem Hilton Hotel in Washington von einem Attentäter niedergeschossen wurde.
Seit 30 Jahren im Besitz der Familie
Seine Mutter habe damals für Bio Science Laboratories in Columbia gearbeitet. Dort seien die Blutuntersuchungen für den Patienten Ronald Reagan durchgeführt worden.
Anschließend habe sie den Direktor gefragt, ob sie die Unterlagen und die Ampulle mit nach Hause nehmen dürfe. Dieser habe dem zugestimmt und seitdem hätten sich die die Gegenstände im Besitz seiner Familie befunden.
Empört auf die Auktion reagierte die "Ronald Reagan Presidential Foundation & Library". Deren Geschäftsführer John Heubusch drohte: "Wenn diese Geschichte stimmt, dann ist das ein feiger Akt und wir werden alle rechtlichen Mittel nutzen, um den Verkauf zu stoppen."
Auch Ronald Reagans Sohn Michael verurteilte die Auktion, zeigte sich jedoch gleichzeitig überzeugt davon, dass es sich nicht um das Blut seines Vaters handelt.
"Reagan fände es gut"
Der Verkäufer ist sich aber sicher, im Sinne des 2004 verstorbenen Ex-Präsidenten zu handeln: "Ich war ein echter Fan der Reaganomics (Reagans Wirtschaftspolitik) und bin mir sicher, dass Präsident Reagan es besser fände, wenn ich es verkaufen würde, statt es zu spenden."
Auf der Seite des Auktionshauses PFC Auctions gibt es neben Reagans Blut unter anderem eine kubanische Flagge, signiert von Fidel Castro und Che Guevara, ein Stück der Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Kate oder auch eine Strickjacke von Bob Dylan.











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