Windows 2000: BSI warnt vor Computerwurm Zotob
zuletzt aktualisiert: 17.08.2005 - 14:31Bonn (rpo). Bislang hat der Computerwurm Zotob in Deutschland nur geringe Schäden angerichtet. In der Bundesrepublik gebe es offenbar weniger der gefährdeten älteren Microsoft-Betriebssystemversion Windows 2000, sagte der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Michael Dickopf, am Mittwoch in Bonn. Das BSI gab eine Warnung vor W32.Zotob.E heraus.
Außerdem empfahl das BSI, die neuesten Microsoft-Updates zu installieren, da der Wurm unter bestimmten Umständen auch neuere Rechnern befallen könnte. In den USA hatte Zotob, der von den führenden Herstellern von Anti-Virensoftware jeweils unterschiedlich bezeichnet wird, die Firmennetzwerke des US-Nachrichtensenders CNN oder der Zeitung "New York Times" befallen und lahmgelegt.
Der Wurm verbreitet sich über Windows-Netzwerke und nutzt dabei eine Schwachstelle im Betriebssystem. Der Absturz befallener Rechner kann zu Datenverlust führen. Vor allem wartet Zotob jedoch auf Befehle aus dem Internet und versucht, sich weiter zu verbreiten und andere Rechner über eine digitale Hintertür zu befallen. Um den Schädling zu entfernen bieten Anti-Viren-Softwarehersteller wie Symantec spezielle Entfernungstools an.
Bekannt geworden war die neuerliche Schwachstelle im Windows-Betriebssystem durch ein Programm, das den Fehler behebt. Nachdem Microsoft dieses Hilfeprogramm in der vergangenen Woche zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt hatte, war Zotob aufgetaucht, um noch nicht geschützte Rechner zu befallen. Für die meisten Windows-2000-Versionen ist die normale Produktunterstützung durch Microsoft wie üblich nach fünf Jahren am 30. Juni abgelaufen.
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