Schwarzmarktwert: 10 Millionen Dollar: Datenklau bei 170.000 Internet-Usern entdeckt
zuletzt aktualisiert: 29.01.2009 - 16:20Mannheim (RPO). Wissenschaftler der Universität Mannheim haben bei einer Studie sensible Daten von mehr als 170 000 Menschen gefunden, die von Kriminellen mit Hilfe von Schadsoftware im Internet gestohlen wurden. Der Verkauf dieser Daten auf dem Schwarzmarkt würde rund zehn Millionen US-Dollar erbringen.
Wie die Universität Mannheim am Donnerstag mitteilte, entdeckten die Informatiker unter anderem Zugangsdaten zu Online-Konten, Kreditkarteninformationen, Anmeldedaten für Auktionsplattformen und Passwörter für Freemail-Angebote.
Den Angaben zufolge nahmen die Wissenschaftler zwischen April bis Oktober 2008 sogenannte Keylogger unter die Lupe. Dies seien Programme, die sich auf dem Rechner eines Opfers einnisten und sämtliche Dateneingaben protokollieren. Die so erbeuteten Daten werden dann an bestimmte Rechner im Netz gesendet. Dort können sie von den Tätern anonym abgerufen werden. Der Geschädigte bemerkt von dem Vorgang nichts.
Die Wissenschaftler haben diese Rechner - auch Dropzones genannt - im Internet systematisch aufgespürt und laut der Universität mehr als 300 davon gefunden. In welchem Ausmaß im Internet Datenklau betrieben werde, lasse sich aufgrund der Studie "nur vage erahnen", da nur ein kleinerer Teil der Schadprogramme untersucht wurde, hieß es.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




