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"Total Digital"
Digitale Helferlein erleichtern den Alltag!

Kolumne: Ulrike Langer berichtet von der US-Westküste
Kolumne: Ulrike Langer berichtet von der US-Westküste FOTO: RP
Mobiler Taxiruf, Flugbuchung oder Bahn-Navigation - für sämtliche Situationen gibt es die passende App. Das Smartphone ist quasi das digitale Schweizer Messer. Von Ulrike Langer

Aus der vergangenen Woche kann ich über nichts Digitales aus meinem Leben berichten, denn da war ich in Deutschland - just kidding! Kleiner Scherz! Tatsächlich bin ich bei meinen regelmäßigen beruflichen Abstechern in die alte Heimat mittlerweile positiv überrascht davon, wie sehr digitale Helfer in Form von Apps mittlerweile auch hierzulande den Alltag erleichtern. Der Mitfahrdienst Uber ist in Deutschland nach einstweiligen Verfügungen zwar bis zur Unbrauchbarkeit zurechtgestutzt worden, aber zum Glück gilt das nicht für MyTaxi.

In den USA habe ich diesen mobilen Taxiruf per App bisher kaum genutzt, weil ich in allen Städten von Uber-Mitfahrgelegenheiten umgeben bin. Aber in Deutschland ist MyTaxi in über 40 Städten, darunter natürlich auch Düsseldorf, eine echte Alternative. Das, was ich an der Uber-App so schätze, der nahtlose Buchungsvorgang, bargeldloses Bezahlen und vor allem, dass ich in der App live mitverfolgen kann, wie weit der Fahrer noch von mir entfernt ist und wie viele Minuten noch bis zur Ankunft bleiben - all das funktioniert genauso gut wie bei Uber. MyTaxi hat das gesamte Konzept von Uber übernommen und seitdem macht auch das Taxifahren in Deutschland wieder Spaß - vor allem der Umstand, dass ich nicht vorher darauf achten muss, wie viel Bargeld ich im Portemonnaie habe.

Neuheiten von der Technikmesse CES 2015 FOTO: dpa, toh zeh

Über die App der Lufthansa kann ich ebenfalls nicht klagen. Flugbuchung, Check-In und Sitzplatzauswahl - das ist alles ebenso einfach wie bei den Apps von United und American Airlines, die ich zu Hause in den USA nutze. Die DB-Navigator-App der Deutschen Bahn lässt mich Bahnverbindungen suchen und buchen. Und am meisten freut mich, dass ich bei Nutzung der App meinen Fahrschein nicht mehr ausgedruckt vorzeigen muss. Denn ich habe nun mal nicht immer Zugang zu einem Drucker - und die Umwelt freut es auch.

Die App der Deutschen Bahn bekommt im iTunes Store von Apple viel bessere Bewertungen als die App der US-Eisenbahngesellschaft Amtrak. Deren größtes Manko scheint zu sein, dass gebuchte Verbindungen mitunter einfach so verschwinden. Wenn dies im falschen Moment passiert, stehen Fahrgäste ohne Fahrschein da, wenn der Schaffner die Tickets kontrolliert. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht, ich fahre in den USA nie mit der Bahn.

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Jetzt ärgere ich mich fast ein wenig darüber, dass ich auf meiner jüngsten Deutschlandtour weder in einen Lufthansa- noch in einen Bahnstreik geraten bin. Den Bahnstreik im Mai nutzte MyTaxi nämlich für eine Marketingaktion. Zwei Wochen lang erhielten Kunden 50 Prozent Rabatt, wenn sie die App zum Bezahlen nutzten. Bahnstreik und Marketingaktion habe ich verpasst. Schade - just kidding!

Ulrike Langer ist freie Korrespondentin an der US-Westküste und Digital-Expertin. Ihre Meinung? Schreiben Sie der Autorin: kolumne@rheinische-post.de. Oder folgen Sie ihr auf Twitter.

Quelle: RP
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