Abschluss perfekt: Ebay stößt Skype ab
zuletzt aktualisiert: 01.09.2009 - 16:58Washington (RPO). Das Online-Auktionshaus eBay hat einen Teil des Internet-Telefondienstes Skype an eine Gruppe von Finanzinvestoren verkauft. eBay bemühte sich seit Monaten, die 2005 für 2,6 Milliarden Dollar erworbene Firma abzustoßen, nachdem das Sprach- und Videotelefonangebot über das Internet nicht den erwarteten Zuspruch unter den Kunden des Auktionshauses gefunden hatte.
Nach Angaben von eBay in San Jose im US-Staat Kalifornien zahlt die Investorengruppe für einen Anteil von 65 Prozent an Skype rund 2 Milliarden Euro. 35 Prozent der Skype-Aktien verbleiben bei eBay.
Zu der Gruppe von Investoren gehört einem Bericht der "New York Times" zufolge unter anderem Andreessen Horowitz, die Risikokapitalgesellschaft des Internet-Pioniers Marc Andreessen, dessen früheres Unternehmen Netscape den gleichnamigen Internet-Browser entwickelte. Auch seien die britische Investmentgesellschaft Index Ventures und das US-Unternehmen Silver Lake Partners beteiligt.
Ebay hatte Skype 2005 für einen Preis von mehr als 3,1 Milliarden Dollar gekauft. Die Zahl der Kunden stieg seitdem massiv von 53 Millionen auf heute 405 Millionen an. Ebay fiel es jedoch schwer, die Telefontochter in den Gesamtkonzern zu integrieren.
Noch im vergangenen Monat hatte das Online-Auktionshaus mit dem Internet-Giganten Google über den Verkauf von Skype verhandelt. Google hatte von dem Geschäft jedoch Abstand genommen. Skype ermöglicht es seinen Nutzern, kostenlos über das Internet zu telefonieren. Auch ist es mit Skype möglich, in vielen Ländern für wenig Geld Festnetzanschlüsse und Mobiltelefone anzurufen.
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